24.09.2020 08:12 |

Schülerexkursion

Der Klimawandel setzt der Pasterze immer mehr zu

99 Schüler aus Klagenfurt, Villach und Spittal haben im Rahmen des EU Projektes „Power to Change“ die Pasterze besucht und zeigten sich betroffen: Der schwindende Gletscher im Nationalpark Hohe Tauern führte ihnen die Auswirkungen des Klimawandels deutlich vor Augen.

Die Pasterze schmilzt in rasantem Tempo - im Vorjahr sogar um ganze 60 Meter, seit 2005 verlor sie 600 Meter an Länge. Vor Ort waren dieser Tage auch die beiden Wissenschafter Michel Avian von der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik), der 1992 am Bachmann-Gymnasium maturiert hatte, und Christian Bauer von der Uni Graz, die mit einem Laserscanner eine hochauflösende Gesamtaufnahme der Pasterze vornahmen.

Michael Avian fand klare Worte für die Schüler des Bachmann-Gymnasiums, des slowenischen Gymnasiums, der CHS Villach und des BG Spittal für die aktuelle Entwicklung der Pasterze: „Wir sprechen bei der Gletscherzunge der Pasterze nicht mehr von Gletscherschmelze, sondern von Gletscherzerfall.“ „Hier wird einem so richtig bewusst, wie schnell der Klimawandel vor sich geht“, sagt die Schülerin Lisa Worsche vom BG Spittal.

Auch die anderen waren sehr betroffen: „Ich dachte, ich werde hier den größten Gletscher Österreichs sehen, dabei habe ich nur einen See vorgefunden“, bedauerte Lena Klaura vom Bachmann-Gymnasium. „Die Natur gibt uns hier ein Warnsignal“, sagt Anna Katharina Karner von der CHS. Ein Warnsignal, das wir alle verstehen müssten.

Claudia Fischer
Claudia Fischer
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