10.09.2020 05:50 |

Zu Sextape gezwungen

Hilton: „Es war eine elektronische Vergewaltigung“

So offen wie in ihrer Doku „This Is Paris“ hat Paris Hilton noch nie über ihr Leben gesprochen. Sie thematisiert nicht nur traumatische Misshandlungen in ihrer Schulzeit und toxische Beziehungen, in denen sie physisch missbraucht wurde, sondern packt auch schonungslos über das Sextape „One Night In Paris“ aus, das sie 2004 über Nacht zum Star gemacht hatte. Für sie sei dieses Video wie eine „elektronische Vergewaltigung“ gewesen.

Nach der Trennung von ihrem damaligen Freund Rick Salomon hatte dieser das Filmchen, das im heimischen Schlafzimmer aufgenommen wurde, gewinnbringend verkauft. Noch heute zählt „One Night in Paris“ zu einem der erfolgreichsten Promi-Sextapes aller Zeiten. Doch obwohl das Video Paris Hilton über Nacht zum Star gemacht hatte, ist für die Hotelerbin allein der Gedanke daran eine Qual.

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Ich kann mich nur erinnern, dass er diese Kamera ausgepackt hat. Er hat mich quasi dazu gezwungen. Es war, als wäre ich elektronisch vergewaltigt worden.

Paris Hilton

„Es war meine erste richtige Beziehung“, erinnert sich Paris laut „Sun“ in ihrer Doku zurück an die Liebe zu Rick Salomon. „Ich war 18. Und ich war so in ihn verliebt, dass ich ihn unbedingt glücklich machen wollte.“ Dennoch habe sie sich nicht wohlgefühlt beim Gedanken, dass ihr Freund ein Sexvideo drehen wollte. „Ich kann mich nur erinnern, dass er diese Kamera ausgepackt hat. Er hat mich quasi dazu gezwungen. Es war, als wäre ich elektronisch vergewaltigt worden.“

Als das Tape schließlich veröffentlicht wurde, sei für sie eine Welt zusammengebrochen. „Wenn das heute passieren würde, ware das nicht diese Story, aber damals machten mich alle zur schlechten Person. Ich habe etwas Böses getan ... Dabei war ich einfach so verloren und verzweifelt, dass ich mich in die schrecklichste Person überhaupt verliebt habe“, so Paris weiter. 

Misshandlungen in Schule führten zu toxischen Beziehungen
Schuld an dieser toxischen Beziehung mit Rick Salomon, aber auch weiteren Beziehungen, in denen Hilton Missbrauch erlebt hatte, gibt die 39-Jährige den Misshandlungen, die sie in ihrer Schule über sich ergehen lassen musste. „Ich hätte wohl nie so jemanden (wie Rick Salomon, Anm.) in mein Leben gelassen. Ich lernte die schrecklichste Person kennen, die ich treffen konnte, und wäre ich nicht in diese Schule gegangen, hätte ich den Gedanken, ihn in mein Leben zu lassen, wohl nicht gehegt. Diese Schule hat meine weiteren Beziehungen beeinflusst“, erklärt Paris ebenfalls in den Interviews zu ihrer Doku. 


Paris Hilton hatte unlängst öffentlich gemacht, während ihrer Schulzeit im US-Bundesstaat Utah körperlich und seelisch misshandelt worden zu sein. „Angeblich war es eine Schule, doch der Fokus lag nicht auf Unterricht. Stattdessen wurde ich mit dem Moment des Aufwachens bis zum Ins-Bett-Gehen angebrüllt“, schilderte die Hotelerbin ihr Kindheitstrauma. „Die Lehrer und Angestellten haben mich durchgehend gequält und wollten, dass ich mich schlecht fühle. Ihr Ziel war es, uns zu brechen."

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