01.09.2020 06:32 |

Klagenfurt und Spittal

Spannende Prozesse um Betrug, Blut und „Hexen“

Es gibt Anklagen, die klingen fast erfunden. Sie sind es aber nie - wie der Krimi um einen Steirer (42), der einem Kärntner ein Thermenhotel um 1,2 Millionen Euro abgekauft hatte, ohne auch nur einen Cent zu besitzen. Vielmehr laufen gegen den Mann seit Jahren Exekutionen; auch ein Ehrendoktortitel scheint zweifelhaft.

„Leider habe ich keinen Verdacht geschöpft“, seufzt das Opfer. „Er trat sehr großspurig auf und gab an, Investoren zu haben.“ Der Angeklagte im Nadelstreifanzug ist sich keiner Schuld bewusst: „Es war kein Betrug!“ Angesichts seines getrübten Vorlebens glaubte ihm das Richterduo Gernot Kugi/Christian Liebhauser nicht: ein Jahr unbedingt als Zusatzstrafe, nicht rechtskräftig.

Spannend wird es gleich zweimal am 19. Oktober: Da wird die Kärntner Justiz im Mittelpunkt des Interesses stehen: Wie berichtet, wird in Klagenfurt das Verfahren gegen die drei „Hexen“ von Villach wiederholt. Margit T. und ihren Komplizinnen wird ja in unterschiedlicher Form Mord, Betrug und Brandstiftung vorgeworfen. Im ersten Anlauf hatte T. als erste Frau in Kärnten lebenslange Haft ausgefasst.

Am selben Tag gibt es an einem anderen Gericht ebenfalls einen spannenden Prozess - jene unglückliche Blutspenderin, die eine 86-Jährige mit Malaria infiziert hatte, die daraufhin starb, soll in Spittal auf die Anklagebank. Weiterführende Ermittlungen gegen einen Rot-Kreuz-Fahrer laufen noch, wie Markus Kitz von der Staatsanwaltschaft bestätigt.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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