28.08.2020 13:45 |

Programm für Wien-Wahl

NEOS wollen der SPÖ „in den Hintern treten“

Es sei „nicht wurscht“, wer die Stadt regiert, hat NEOS-Chef Christoph Wiederkehr am Freitag bei der Präsentation des Wahlprogramms für die anstehende Wien-Wahl erklärt. Mithilfe von Bürgerbeteiligung habe man einen Zehnjahresplan für die Stadt entwickelt - die wesentlichsten Themen dabei seien Transparenz, Bildung und Verkehr.

Mit dem „Plan für Wien“ wolle man die Stadt nicht nur „schlauer, gesünder, lebenswerter, unternehmerischer, sicherer und transparenter“ machen, sondern auch das Zusammenleben stärken, betonte Wiederkehr bei der Präsentation an der Alten Donau: „Es ist ein Plan für echte Erneuerung, weil wir vor allem in Krisenzeiten und schwierigen Zeiten eine mutige Politik brauchen, die nicht darauf ausgerichtet ist, alles so weiterzumachen.“

Kontrolle, Transparenz und Fahrradwege
Besonders wichtig ist dem 30-Jährigen das Thema Transparenz: „Wir brauchen dringend mehr Kontrolle, weil es in Wien nicht wurscht ist, wer die Stadt regiert“, sagte Wiederkehr und meinte, dass man die einzige Partei sei, die die SPÖ kontrollieren und ihr „in den Hintern“ treten würde. Weiters möchten die NEOS die „grüne Mobilität“ stärken, indem unter anderem Radwege ausgebaut und ein S-Bahn-Ring errichtet werden soll. Außerdem wollen sie in jedem Bezirk eine Wasserfläche errichten, die für Abkühlung sorgen soll.

Klimafreundliche Investitionen
Auch bei der Bildung möchte man Verbesserungen vornehmen. „Mir ist es nicht wurscht, dass vier von zehn Kindern nicht ordentlich lesen und schreiben können“, sagte Wiederkehr. Bis 2025 sollen 120 Millionen Euro im politischen System eingespart und in Wiens Pflichtschulen investiert werden. Bei den Forderungen im Bereich Wirtschaft geht es vor allem um einen Abbau von Bürokratie und das Schaffen 56.000 neuer Arbeitsplätze. Das soll mittels „klimafreundlicher Investitionen“ gelingen.

NEOS fordern mehr Menschlichkeit
„Wien braucht nicht nur eine lebendige Wirtschaft, sondern auch Haltung“, betonte er und sprach dabei vor allem Menschlichkeit, Toleranz und Akzeptanz an. Unter anderem wolle man sofort 100 Kinder aus dem griechischen Flüchtlingslager Moria nach Wien holen. Für Kinder, die Sozialhilfe beziehen, möchten die NEOS zudem die Sachleistungen erhöhen.

Scharfe Kritik an Blümel
Neben der SPÖ wurde vor allem die ÖVP und dort besonders deren Wien-Obmann, Finanzminister Gernot Blümel, kritisiert. „Sein einziger Anspruch ist es, an die Macht zu kommen“, sagte Wiederkehr und bezog sich dabei auf eine Aussage des türkisen Spitzenkandidaten, dass er „mehr Türkis für Wien“ möchte. „Das ist inhaltslos“, kritisierte Wiederkehr und versprach, dass es bei den NEOS vor allem Bürger- und nicht Parteinähe geben würde.

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