21.08.2020 18:03 |

Sorge um Gesundheit

Nawalny darf nach Deutschland ausgeflogen werden

Der schwer kranke russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny darf nach Deutschland ausgeflogen werden. Dies teilte ein Arzt am behandelnden Krankenhaus am Freitag mit. Zuvor hatten Ärzte im sibirischen Omsk noch erklärt, der 44-Jährige sei nicht transportfähig. Österreich zeigt sich „sehr besorgt“. Das Außenministerium hatte bereits am Nachmittag Nawalnys Verlegung nach Deutschland sowie eine „gründliche und unabhängige Untersuchung“ gefordert.

„Die erste Priorität muss sein, sein Leben zu retten“, hieß es in der Stellungnahme. „Wir fordern dringend, alle Schritte zu unternehmen, um die bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten, auch durch eine Evakuierung nach Deutschland.“ Außerdem wurde eine „gründliche und unabhängige Untersuchung der Umstände, die zu seinem Krankenhausaufenthalt geführt haben“, gefordert.

Zustand weiter kritisch
Der russische Regierungskritiker und Anti-Korruptions-Aktivist Nawalny war am Donnerstag ins Krankenhaus von Omsk in Sibirien eingeliefert worden, nachdem er zuvor in einem Flugzeug das Bewusstsein verloren hatte. Sein Umfeld geht davon aus, dass Gift in seinen Tee gemischt worden war.

Die Ärzte in Omsk konnten laut eigener Aussage allerdings „keine Spur“ von Gift bei Nawalny finden und erklärten, dass Nawalny nicht transportfähig sei. Der Oppositionsführer soll an einer Stoffwechselstörung leiden, erklärte der ärztliche Klinik-Leiter dessen niedrigen Blutzuckerwert.

Ärzte in Omsk im Video: „Kein Gift gefunden“

Deutsche Ärzte: „Nawalny transportfähig“
Neben Nawalnys Umfeld widersprachen auch deutsche Ärzte dieser Darstellung und forderten eine Verlegung des Patienten in ein deutsches Krankenhaus. Deutschland hatte eine Behandlung in der Berliner Charité angeboten.

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