Vier Primärversorger

„Hausärzte am Dom“ lindern großen Mangel

Vier Ärzte neben einem Halleluja, könte man es salopp formulieren: Im Schatten des Linzer Doms siedeln sich vier junge Hausärzte, darunter eine Medizinerin, an, teilen sich im ersten Primärversorgungszentrum (PVZ) in der Stadt drei Vertragsarztstellen. Als „Hausärzte am Dom“ lindern sie den Ärztemangel.

Im Haus Stifterstraße 3 wird gerade intensiv am ersten Linzer Primärversorgungszentrum gebaut: Die Doktoren Katrin Einwagner, Herbert Forstner, Thomas Nenning und Paul Schimmerl werden dort ab 12. Oktober ihr PVZ führen. „Wir sind vier junge Allgemeinmediziner, die auf den Hausärztemangel im Linzer Stadtzentrum reagieren. Durch das gemeinsame Medizinstudium in Graz wurden wir zu Freunden und fanden durch unsere Tätigkeit im Krankenhaus (in der Notfallambulanz des Ordensklinikums Linz) schließlich auch beruflich zusammen“, erzählt Paul Schimmerl der „OÖ-Krone“: „Uns eint dabei der Wunsch, Patienten und Patientinnen individuell medizinisch und therapeutisch zu betreuen, ganz im Sinn eines modernen persönlichen Gesundheitsmanagers.“

Alles unter einem Dach
Nach dem bundesweiten Gesamtvertrag für Primärversorgungseinheiten können allgemeinmedizinische Abklärungen, Beratung, Therapie und Nachsorge in enger Kooperation mit Therapeuten, Pflegekräften und Angehöriger weiterer Gesundheitsberufe an einem einzigen Ort stattfinden. Das heißt, dieses erste Linzer PVZ wird nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur hausärztlichen Versorgungssicherheit in Linz leisten, sondern auch Patienten und Patientinnen viele Wege anderswohin sparen.

Nur noch drei Sorgenfälle
Die Initiative der Vierergruppe hat sich bereits positiv auf die Statistik der besonders schwer zu besetzenden Vertragsarztstellen niedergeschlagen. Es gibt nun nur noch drei Sorgenfälle.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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Dienstag, 30. November 2021
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