15.08.2020 19:00 |

Rossi-Nachfolger

„Will mir einen Platz in der Geschichte holen“

Zuletzt in Brünn (Tch) stand Yamaha-Pilot Franco Morbidelli, Schützling und Markenkollege von MotoGP-Superstar Valentino Rossi, erstmals auf dem Podium der Königsklasse. Nach seinem zweiten Platz sprach der Senkrechtstarter mit der „Krone“ über seine Kindheit auf dem Bike, seine Verbundenheit zu Österreich und seinen erhofften Aufstieg zum Champion. 

„Franco hat einen sehr hohen Wert. Ich glaube, dass er in Zukunft durchwegs um die Siege in der MotoGP kämpfen wird können. Wir sind sehr zufrieden.“ Zuletzt streute ausgerechnet Morbidelli-Idol Valentino Rossi höchstpersönlich seinem Schützling Rosen. Morbidelli, 2017 der erste italienische Moto2-Weltmeister, holte für die „VR46-Riders Academy“ einst auch das erste MotoGP-Podium. Er ist also so etwas wie der Hoffnungsträger von Yamaha, der 2021 auch Teamkollege von Rossi bei Petronas-Yamaha SRT sein wird.

„Ich hab die letzte Zeit sehr genossen“, sagt Morbidelli im „Krone“-Gespräch. „Wir haben uns das Podium schon in Jerez verdient, dort aber Pech gehabt. In Brünn hat‘s geklappt. Viel gefeiert hab ich nicht, hab die Stunden daheim mit ein paar Freunden genossen. Denn jetzt heißt‘s konzentrieren für Spielberg.“ In Österreich fühlt sich der 25-Jährige Italiener, der brasilianische Wurzeln hat, pudelwohl. „Ich mag eure Mentalität, ihr seid so korrekt und geradlinig. Und die Landschaft ist so schön, ich fühle mich immer, als ob ich im Urlaub in den Bergen bin.“

Mit zwei Jahren am Bike
Morbidellis Karriere war früh vorgezeichnet. Bereits mit zwei Jahren saß er auf einem Bike, war bereits im Kindheitsalter auf Rossis Ranch in Tavullia. „Ich hatte keine Wahl, mein Vater hat dieses Leben für mich gewählt“, lacht „Franky“, „aber ich bin froh, dass es so gelaufen ist, denn ich könnte nicht glücklicher sein. Ich kann so viele Menschen und Kulturen kennenlernen und das tun, was ich liebe.“

Nach der Poleposition von Maverick Vinales (Yamaha) in Spielberg scheint sich auch Morbidellis Vorhersage zu bewahrheiten. „Vom Papier her ist Österreich die schlimmste Strecke für Yamaha. Aber ich würde uns hier nicht abschreiben.“ Und so will sich Morbidelli in der MotoGP einen Namen machen. „Vale, Marquez, Dovizioso, das sind schon alles Champions. Ich muss und will dorthin kommen. Dafür investiere ich alles. Ich will mir meinen Platz in der Geschichte erarbeiten.“ Sonntag startet Morbidelli von Startplatz sieben aus ins erste Spielberg-Rennen.

Georg Kallinger
Georg Kallinger
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