Ortschef angezeigt

Aufregung um „Schwäne-Invasion“ am Attersee

In den letzten Tagen blieben wetterbedingt auch im Weyregger Strandbad (Oberösterreich) die Gäste aus. Am Attersee herrschte dank der vielen Schwäne aber dennoch reges Treiben. Viele sehen das gar nicht gerne. Ein Dauergast des Strandbades zeigte SP-Bürgermeister Klaus Gerzer an, weil er gegen die „Plage“ nichts unternahm.

„Man muss hier von einer ,Invasion der Schwäne‘ sprechen. Die einerseits einer Frau mit falschem Verständnis für Tierschutz und andererseits der Tatenlosigkeit des Bürgermeisters geschuldet ist“, ärgert sich ein Dauergast des Weyregger Gemeindestrandbades. Seit 40 Jahren reist er mehrmals aus dem Zentralraum an den Attersee.

Statt Lust gab es bei der Ankunft für ihn zuletzt aber immer nur Frust. „Am Ufer schwimmen Speisereste der übertriebenen Tierfütterung herum. Die Algen und der Kot der Schwäne werden immer mehr. Das Wasser schaut auch nicht mehr gut aus“, ist der Tourist sauer. Mehrere Jahre hat er den Bürgermeister auf die Entwicklung hingewiesen, dieser habe mit Ausnahme der Aufstellung von Futterverbotsschildern nicht reagiert. Nun zeigte der Gast den Ortschef und den Amtsleiter wegen Unterlassung an.

Staatsanwaltschaft bestätigt Anzeige
Der Staatsanwaltschaft Wels ist die Anzeige bekannt. Details gibt es aber noch keine. Die Ergebnisse der Ermittlungen des Landeskriminalamts werden noch abgewartet. SPÖ-Bürgermeister Klaus Gerzer war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Auch sonst wird im Ort nicht so gerne über die Schwäne gesprochen. Auch Michael Stur, neuer Spitzenkandidat der VP, hielt sich zurück. Probleme seien ihm aber keine bekannt.

Schwäne aufgeschlitzt im Ausfluss gefunden
Allerdings gingen in Weyregg bereits vor drei Jahren rund um die Schwäne die Wogen hoch. Im Sommer wurden bei einem Ausfluss zwei Schwäne gefunden, die am Hals aufgeschlitzt worden waren.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Sonntag, 27. September 2020
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