05.08.2020 11:03 |

„Glasfront zerstört“

Auch Österreichs Botschaft in Beirut beschädigt

Von den zwei gewaltigen Explosionen im Hafen von Beirut am Dienstag ist auch die österreichische Botschaft in der libanesischen Hauptstadt betroffen: „Das Botschaftsgebäude in Achrafieh (ein Bezirk im Osten der Stadt, Anm.) wurde beschädigt und es steht derzeit nicht fest, ob die Botschaft als Büro in den nächsten Tagen funktionsfähig sein kann“, schreibt die Auslandsvertretung auf ihrer Facebook-Seite.

Die Botschaft sei aber rund um die Uhr über eine Notfall-Telefonnummer erreichbar, wird betont: „Bitte kontaktieren Sie, falls Sie Angehörige suchen oder Ihnen bekannt geworden ist, dass österreichische Staatsbürger durch diese Katastrophe in Beirut verletzt sind oder Hilfe benötigen, die Botschaft telefonisch unter folgenden Nummern: +961 1 213 052 oder +961 1 213 017. Sie hören dort auf einer deutschsprachigen Banddurchsage die Mobil-Nummer, welche Sie in dringenden Notfällen wählen können. Diese Notfall-Telefonnummer der österreichischen Botschaft Beirut ist permanent erreichbar.“

Außenministerium: „Glasfront wurde zerstört“
Peter Guschelbauer, Pressesprecher des Außenministeriums, bestätigte auf Anfrage von krone.at, dass die Glasfront des Botschaftsgebäudes durch die enorme Druckwelle zerstört worden sei. Laut Guschelbauer gibt es bislang noch keine Hinweise auf verletzte Österreicher. Auch die 180 Soldaten des Bundesheeres, die zwei Fahrtstunden von Beirut stationiert sind, sind wohlauf.

Tausende Verletzte, Dutzende Tote
Dutzende Menschen wurden durch die Explosionen getötet, Tausende weitere wurden verletzt. Es ist zu immensen Zerstörungen gekommen. Auch das Gebäude, in dem sich die deutsche Botschaft in Beirut befindet, wurde nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin beschädigt. Das Auswärtige Amt schrieb auf Twitter, auch Mitarbeiter der Botschaft in Beirut seien unter den Verletzten.

Die Ursache der Explosionen ist noch unklar. Laut Ministerpräsident Hassan Diab detonierten 2750 Tonnen Ammoniumnitrat. Das Material sei seit sechs Jahren ohne Vorsichtsmaßnahmen in einem Lagerhaus untergebracht gewesen. Weshalb es explodierte, ist ungewiss. Ammoniumnitrat kann zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden.

 krone.at
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