23.07.2020 15:30 |

Innsbruck

Nach Bilanz: Opposition übt scharfe Kritik

Die Oppositionsparteien im Innsbrucker Gemeinderat haben die Viererkoalition, bestehend aus Grünen, SPÖ, Für Innsbruck und ÖVP nach ihrer Bilanzpressekonferenz vom Mittwoch scharf kritisiert. Die FPÖ ortete in der Stadtregierung etwa „Verbauungswut, Zerstörung von Grünoasen, fragwürdige Finanzpolitik, unselige Verkehrspolitik und fehlende Wirtschafts- und Tourismuspolitik“.

Die Bilanz der Regierung sei „viel Lärm um nichts“, meinte FPÖ-Stadtparteiobmann Rudi Federspiel. Außerdem sei Bürgermeister Georg Willi (Grüne) „heillos überfordert“. Dieser Ansicht war auch die Alternative Liste Innsbruck (ALI): „Vom angekündigten ‘anderen‘ Stil des Bürgermeisters ist bereits nach zwei Jahren die Überforderung und das parteipolitische Hick Hack der Regierungsfraktionen übrig geblieben“, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag.

Das neue Modell „leistbares Wohnen“, das erst kürzlich vorgestellt wurde, bezeichnete die Oppositionspartei als „Schuss in den Ofen“. Die Wohnungen seien „alles andere als leistbar“.

„An Tempo verloren“
Gemeinderat Gerald Depaoli (Gerechtes Innsbruck) bemängelte, dass die Stadtregierung hinsichtlich der Durchsetzung von Projekten „an Tempo“ verloren habe. „Diese Viererkoalition ist in Wahrheit eine ‘Wadlbeißer- Koalition‘, die nur damit beschäftigt ist, sich regelmäßig über die Medien Unfreundlichkeiten auszurichten“, meinte Depaoli.

Auch die Liste Fritz hatte wenig gute Worte für die Koalitionsparteien und Willi übrig. „Die zwei Jahre grün-gelb-schwarz-rote Koalition unter der Führung von Georg Willi sind das Paradebeispiel für eine Pleiten-, Pech- und Pannenshow“, sagte Gemeinderat Thomas Mayer und kritisierte fehlende Maßnahmen gegen „sündteures Wohnen“ oder eine nicht existente Radweg-Offensive.

 Tiroler Krone
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