18.07.2020 08:00 |

„Krone“-Ombudsfrau

Einkaufen mit einem guten Gewissen

Rechtzeitig zum Sommerschlussverkauf hat die „Clean Clothes Kampagne“ einen „Fashion Checker“ präsentiert: Damit kann man sozusagen prüfen, wie sozial nachhaltig die Kleidung einzelner Modemarken ist, die man kaufen möchte.

Mit dem neuen Online-Tool kann man Details über Lieferketten von Modemarken wie Zalando, H&M, Primark, Adidas und Co. erfahren. „Konsumenten haben das Recht zu wissen, ob in ihrer Kleidung Kinder- oder Zwangsarbeit steckt, ob es Menschenrechtsverletzungen gibt und existenzsichernde Löhne bezahlt werden“, erklärt Gertrude Klaffenböck von der „Clean Clothes Kampagne“, die in Österreich von „Südwind“ koordiniert wird. Man erfährt z. B., wo Kleidung hergestellt wurde und wie viel die Näherinnen verdienen.

Dafür wurden u. a. 108 Modeunternehmen und Hunderte Beschäftigte befragt. Bittere Erkenntnis: 93 Prozent der befragten Modehäuser zahlen ihren Lieferanten keinen Lohn, der zum Leben reichen würde, und 63 Prozent informieren kaum oder gar nicht über ihre Lieferketten. Die Corona-Krise hat die Lage verschärft: Modemarken stornieren ihre Bestellungen und legen einseitig Nachlässe bei Zulieferern fest, was zu Lohnsenkungen oder Entlassungen von Arbeitern führt - diese geraten infolge oft in existenzielle Nöte...

Wer sich also „gute“ Kleidung „checken“ möchte: www.fashionchecker.org/de bzw. alle Infos unter www.cleanclothes.org

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