09.07.2020 17:02 |

Corona-Epizentrum

China gewährt erstmals Einblick in Wuhan-Labor

Die zentralchinesische Millionenmetropole Wuhan gilt als Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. Dort waren im Dezember die ersten Fälle weltweit aufgetreten. Immer wieder wurde ein dort ansässiges Hochsicherheitslabor mit dem Ausbruch in Verbindung gebracht, unter anderen äußerten US-Präsident Donald Trump und US-Außenminister Mike Pompeo diesen Verdacht. Nun hat das chinesische Staatsfernsehen einen seltenen Einblick in die Einrichtung gewährt.

Der Beitrag im staatlichen Sender CCTV zeigte wenige kurze Sequenzen aus dem Labor des Instituts für Virologie. Es handelte sich um die ersten Aufnahmen aus dem BSL-4-Labor (biologische Schutzstufe 4, Anm.) seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2017.

Interessante Bilder, aber keine neuen Informationen
Gefilmt wurde durch dicke Glasfenster - aus Sicherheitsgründen, wie es in dem Beitrag hieß. Labordirektor Yuan Zhiming erklärte, es habe „keine Unfälle mit Krankheitserregern oder Infektionen bei Menschen“ gegeben. Der Beitrag lieferte jedoch keine neuen Informationen zur Arbeit des Labors.

Das Wuhan-Institut beherbergt die größte Virusbank in Asien. Mehr als 1500 Virenstämme werden dort aufbewahrt. Das zugehörige Hochsicherheitslabor ist das erste des Kontinents, das für den Umgang mit Krankheitserregern der Klasse 4 - wie etwa Ebola - ausgerüstet ist.

Experten wollen Ursprung vor Ort aufspüren
Eine Reihe von Wissenschaftlern vermuten, dass das neuartige Coronavirus, an dem mittlerweile mehr als eine halbe Million Menschen starben, zuerst in Fledermäusen auftrat. Über Umwege dürfte das Virus danach auf einen Wildtiermarkt gelangt sein. Die Weltgesundheitsorganisation WHO entsendet demnächst Experten nach Wuhan, um Aufschlüsse über den Ursprung der Pandemie zu erhalten.

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