Stolzer Vizemeister

Rapid: Darum ist jetzt Sportchef Barisic gefordert

„Ich muss mich auch bei meiner Frau bedanken. Der Stress der letzten Wochen, der Druck, der auf einem lastet - da bist du nicht derselbe Mensch. Jetzt werde ich wieder der Alte.“ Mit diesen Worten beendete Rapids Trainer Didi Kühbauer nach dem 3:1 gegen den LASK die Pressekonferenz. Als stolzer Vizemeister: „Als wir gekommen sind, waren wir keine Einheit, daran haben wir geschraubt, dass es so aufgeht, ist umso schöner.“ Trotz Jubel um Platz zwei: Jetzt ist Sportchef Zoran Barisic gefordert.

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Kühbauers Begründung für den Zusammenhalt im Team: „Wenn wir hoch gewinnen, ist der Gegner schlecht. Aber wir sind trotz der äußeren Einflüsse ruhig geblieben. Auch nach dem 2:7 gegen Salzburg. So haben sich die Spieler entwickelt.“

Wobei die junge Welle aufgrund der vielen Ausfälle zum Trumpf wurde: Bis auf Hajdari setzte Rapid alle 30 Kader-Spieler ein. „Da sind zehn vom eigenen Nachwuchs dabei“, so Didi. „Das Kollektiv ist unsere Stärke.“

Aber: Arase schaffte den Durchbruch, Ljubicic blühte neu auf, Greiml war konstant stark, Demir zeigte auf - es gab keinen Jungen, der nicht „funktionierte“. Da ging alles auf. Auch Gratis-Verpflichtung Fountas (20 Tore), den Stuttgart will, schlug wie eine Bombe ein. Getragen vom ab Montag vereinslosen Kapitän Schwab, über den Kühbauer sagt: „Er ist für uns enorm wichtig. Ich kann es mir ohne ihn nicht vorstellen.“

Akzeptanz nur bei Erfolg
Da ist jetzt Sportchef Zoki Barisic gefordert. Mit Europacup-Millionen kann er - falls überhaupt - erst Ende August, wenn die Champions-League-Quali startet, planen. Und er weiß: „Jeder freut sich über die Jungen, aber nur, wenn man Erfolg hat. Aber wird der Weg auch akzeptiert, wenn man voll auf die Batterie bekommt?“ Bei Rapid nicht!

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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