02.07.2020 14:17 |

Game war Totalflop

Amazon macht Release von „Crucible“ rückgängig

Das gab es in der Gaming-Welt wohl noch nie: Keine zwei Monate, nachdem Amazon mit dem Shooter „Crucible“ sein erstes Computerspiel lancierte und damit phänomenal floppte, ziehen die Entwickler die Veröffentlichung nun zurück. „Crucible“ ist jetzt wieder in der Betaphase.

In „Crucible“, das wie „Fortnite“ kostenlos heruntergeladen werden kann und Geld mit dem Verkauf digitaler Güter macht, treten die Spieler als Jäger auf weitläufigen Alien-Welten in Team-Kämpfen an und messen sich mit anderen Spielern ebenso wie mit KI-Monstern. Ein Hauch „Overwatch“ ist auch drin: Es gibt verschiedenste Charaktere mit eigener Bewaffnung und unterschiedlichen Spezialfähigkeiten, aus denen der Spieler wählen kann und die für das Team unterschiedliche Vorteile bringen.

Spieler kehrten „Crucible“ schnell den Rücken
Das Problem: Amazons Free-to-Play-Shooter erschien am 20. Mai unausgegoren, erntete viele negative Kritiken und entwickelte sich binnen kürzester Zeit zum Totalflop. Nach nur zwei Wochen sank die Zahl der gleichzeitig aktiven Spieler auf Steam bereits deutlich unter 1000, zuletzt sollen laut dem Spielemagazin „Gamestar“ weltweit keine 200 gleichzeitig aktiven Nutzer mehr zusammengekommen sein. Und ohne Spieler funktioniert ein Multiplayer-Game wie „Crucible“ schlicht nicht.

Nun zogen die Entwickler die Notbremse, machen die Veröffentlichung rückgängig und gehen mit dem Spiel wieder in die Betaphase. Damit man nächstes Mal ein besser zu den Bedürfnissen der Spieler passendes Game abliefert, hat man ein „Community Council“ angekündigt - im Grunde eine Art Spieler-Rat, der den Entwicklern beratend zur Seite steht und dafür sorgen soll, dass „Crucible“ bei seiner nächsten Veröffentlichung nicht wieder floppt.

Markt für Free-to-Play-Spiele ist hart umkämpft
Garantieren kann das freilich niemand: Der Markt für Free-to-Play-Spiele, die in der Basisversion gratis sind und Geld mit dem Verkauf virtueller Güter einspielen, ist hart umkämpft und wird klar von Epics „Fortnite“ dominiert. Sticht ein neues Spiel nicht aus der Masse hervor - und das tat „Crucible“ nicht - ist es schwer, in diesem Umfeld erfolgreich zu sein.

Mit Spannung wartet die Gamer-Szene nun auf Amazons nächstes Spiel: Am 25. August erscheint das Online-Rollenspiel „New World“, mit dem der Online-Händler Genregrößen wie „World of Warcraft“ oder „The Elder Scrolls Online“ angreift. Erste Szenen des Rollenspiels lassen auf hübsche Grafik hoffen, ob „New World“ erfolgreicher startet als „Crucible“, bleibt aber abzusehen.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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