30.06.2020 12:30 |

SPÖ-Antrag

Keine Hundesteuer für Vierbeiner aus dem Tierheim

Für Hunde aus dem Tierheim soll keine Steuer fällig werden, fordert die Stadt-SPÖ. Weniger tierlieb gibt sich die Stadt Hallein, die mit einem Fütterungsverbot gegen lästige Tauben und Ratten vorgeht.

Etwa 4000 Hunde leben in der Stadt Salzburg. Die bringen dem Magistrat auch Geld ein: Die Steuer für die Vierbeiner wurde gerade erst auf 50 Euro jährlich gesenkt, für jeden zweiten Hund werden 90, für jeden weiteren 120 Euro fällig. Ausnahmen gibt es etwa für Blindenführhunde. Geht es nach SPÖ-Gemeinderätin Nicole Solarz, dann sollten auch Hunde aus dem Tierheim von der Steuer befreit sein. „Das wäre eine sinnvolle Maßnahme, um Anreize zu schaffen, diesen Tieren ein Zuhause zu bieten“, sagt Solarz, die am Donnerstag einen entsprechenden Antrag einbringen wird.

Das derzeit überfüllte Salzburger Tierheim begrüßt den Vorschlag. Als Vorbild nennt Solarz deutsche Städte wie Mannheim, in denen es diese Ausnahme bereits gibt. In Graz wurde die Hundesteuer gar ganz abgeschafft – ein ähnlicher Antrag der Freiheitlichen fand im Gemeinderat aber keine Mehrheit.

Wenig tierlieb gibt sich die Stadt Hallein: Dort werden Tauben und Ratten zunehmend zur Qual, weshalb die Stadtverwaltung nun ein Fütterungsverbot erlassen wird. Denn gerade im Stadtpark oder rund um das Seniorenheim wird gerne Futter verstreut, das nicht nur Tauben, sondern auch Ratten anlockt, betont der Stadtchef Alexander Stangassinger (SPÖ). Wenn das Verbot nichts bringt, werde man einen Taubenschlag einrichten. Darüber wird auch in der Stadt Salzburg diskutiert. Dort bekommt man das Taubenproblem trotz Verbot nicht in den Griff. Doch das geplante Taubenhaus wurde aufgrund der Coronakrise verschoben.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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