Fälle in Stockerau

ABC-Abwehreinheit im Desinfektions-Einsatz

Im niederösterreichischen Stockerau hat aufgrund der jüngsten Coronavirus-Fälle am Freitag ein Einsatz der ABC-Abwehrtruppe begonnen. Bis Samstagfrüh soll die Einheit aus der Korneuburger Dabsch-Kaserne das Rathaus, die Volksschule und den Kindergarten desinfizieren. 80 Personen waren dazu an Ort und Stelle.

Gestartet wurden die Desinfektionsarbeiten um etwa 10 Uhr im Rathaus, am Nachmittag sollten auch die beiden pädagogischen Einrichtungen speziell gereinigt werden. Im Fokus stehen nach Angaben von Kommandant Jürgen Schlechter an allen drei Orten sogenannte Kontaktflächen. Dies seien Bereiche, an denen „Menschen nahe aneinander gekommen sind“.

Exemplarisch genannt wurden Türschnallen, Kaffeeautomaten sowie Arbeitsplätze, die mehreren Personen zur Verfügung stehen. Weiters im Mittelpunkt der Desinfektionstätigkeiten stehen nach Angaben des Kommandanten Bereiche, in denen sich nachweislich Infizierte aufgehalten haben.

„Am häufigsten ist aber die Wischdesinfektion“
Angewendet werden seitens der ABC-Abwehreinheit mehrere Verfahren. „Am häufigsten ist aber die Wischdesinfektion“, betonte Schlechter. Desinfektionsmittel werde dabei mittels Tuch aufgetragen, nach einer Einwirkzeit werden die entsprechenden Flächen gereinigt. In kleineren Räume könne auch Aerosol ausgebracht werden.

Zu Ende gehen soll der Einsatz Samstagfrüh spätestens um 7 Uhr. „Es wurde so geplant, dass am Montag alle drei Gebäude wieder betreten werden können“, betonte Schlechter. Bis dahin könnten sich die Objekte „beruhigen“, wie es in der Fachsprache heißt. Gemeint ist damit unter anderem das Einwirken der Desinfektionsmittel sowie eine entsprechende Belüftung.

Notwendig wurde die Anforderung der ABC-Abwehreinheit in der größten Stadt des Weinviertels, weil es sowohl im Rathaus als auch in Kindergarten und Volksschule bestätigte Coronavirus-Fälle gab. Konkret betroffen waren vier Mitarbeiter der Gemeinde sowie je ein Volksschul- und Kindergartenkind. 25 weitere Personen wurden unter behördliche Quarantäne gestellt. Zu ihnen gehört auch Bürgermeisterin Andrea Völkl (ÖVP).

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