Küchenmaschinenverkauf

Verwirrte Verkäufer blechten 60.000 Euro an Gauner

Der Verkauf einer Küchenmaschine im Internet wurde für ein Ehepaar aus Mattighofen in Oberösterreich zum finanziellen Fiasko. Statt der 900 Euro, die man zu erzielen hoffte, zahlten die Innviertler 60.000 Euro auf niederländische Konten! Betrüger hatten sie mit Zahlungsvarianten verwirrt. „Wenn ein Käufer Geld verlangt, sollte man die Finger vom Geschäft lassen“, warnt Chefermittler Gerald Sakoparnig.

Auf das Online-Angebot des Paares aus dem Innviertel meldete sich eine Agnes Monica als potenzielle Käuferin und wollte das Geschäft über einen Internet-Bezahldienst abwickeln. Sie schickte einen Link, der den 40-jährigen Verkäufer auf eine offensichtlich gefälschte Internetseite führte – und das betrügerische Treiben nahm seinen Lauf. Immer wieder tauchten angebliche Probleme bei der Zahlung auf, das Ehepaar ließ sich von gefälschten Mails des Bezahldienstes derart unter Druck setzen und verwirren, dass es innerhalb von neun Tagen insgesamt 60.144 Euro auf verschiedene Konten in den Niederlanden überwies und auf dezidierte Anweisung sogar Kryptowährung ankaufte.

Im Internet nicht ausgekannt
„Die beiden haben sich mit dem Medium Internet anscheinend nicht ausgekannt. Für solche Geschäfte braucht es ein Grundverständnis über die Abläufe bei Zahlungsvorgängen im Internet“, sagt Ermittler Gerald Sakoparnig. „Bereits wenn sich ein Käufer aus dem Ausland meldet, sollte man vorsichtig werden.“

Nur 900 Euro zurückgebucht
Gestoppt hat die Betrügerei schließlich eine aufmerksame Bankangestellte. Magere 900 Euro konnten von der Bank noch zurückgebucht werden.

 OÖ-Krone
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Dienstag, 07. Juli 2020
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