Schiefe Optik

Welser Stadtchef ist nach Gartenkauf in Kritik

2023 soll mit dem großen Umbau des Lokalbahnareals mitten in Wels begonnen werden. Bereits jetzt wurde aber ein kleiner Teil der Betonwüste in einen Garten umgewandelt - und das lässt die Wogen hochgehen. Die 1400 Quadratmeter große Fläche erwarb nämlich die Ehefrau des FPÖ-Bürgermeisters Andreas Rabl.

Von einer schiefen Optik bis hin zu Amtsmissbrauch reichen die Vorwürfe mit denen zur Zeit der Welser FPÖ-Stadtchef Andreas Rabl konfrontiert ist. Grund: Ein Grundstückskauf seiner Gattin. Sie sicherte sich im südlichen Teil des Lokalbahnareals zur Erweiterung des Gartens ihres Wohnhauses zusätzliche 1400 Quadratmeter.

„Fläche geht verloren“
„Damit geht wertvolle Fläche für die großen Umbaupläne des gesamten Areals verloren“, kritisiert ein Anrainer den Deal zwischen Rabl und dem Grundstücksbesitzer Horst Felbermayr. Rabl widerspricht: „Dieser Fleck ist für einen Bau von Wohnhäusern viel zu schmal. Der Garten befindet sich in einer Eisenbahnbauverbotszone. Bei Bauten müssen 16 Meter Abstand zu den Schienen eingehalten werden!“

Kein Freundschaftspreis
Von seinem „Spezi“ Felbermayr, der Jahre zuvor das Gelände von den ÖBB gekauft hat, gab es auch keinen Freundschaftspreis. Rabl und die Heimstätte, die das restliche Gelände erwarb, mussten den selben Preis für den Quadratmeter berappen. „Nur wurde unser Grundstück nicht umgewidmet. Es ist also völlig überteuert, weil wir außer einem Pool oder Poolhaus nichts bauen dürfen!“ Vor dem Kauf ließ der freiheitliche Bürgermeister von einem Gutachter sogar den Quadratmeter-Preis schätzen.

Freier Durchgang für die Radfahrer und Fußgeher
Die Familie Rabl ließ weiters einen Streifen frei, damit Fußgeher und Radfahrer die Nord-Süd-Verbindung nutzen können. Offen ist noch, wann der Rest des Geländes umgebaut wird. Rabl rechnet mit einem Baubeginn der Wohnhäuser in drei Jahren.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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