06.06.2020 08:27 |

Gegen Arbeitslosigkeit

Eine Millionenspritze gegen die „virale“ Jobkrise

Die Coronakrise hat Tausende den Job gekostet, die Kurzarbeit steigt, im Herbst droht eine zweite Insolvenzwelle: Die Krise hat den Kärntner Arbeitsmarkt mit voller Wucht getroffen. Land und Arbeitsmarktservice (AMS) wollen deshalb mit einem 21 Millionen Euro schweren Paket gegen die Arbeitslosigkeit ankämpfen.

30.000 Kärntner sind auf Arbeitssuche, 64.000 in Kurzarbeit: Das Virus hat den Positiv-Trend am Arbeitsmarkt ins Negative umgekehrt. Um den freien Fall zu stoppen, haben SP-Finanzreferentin Gaby Schaunig und AMS-Geschäftsführer Peter Wedenig Freitag ein Arbeitsmarktpaket vorgestellt: Mit einer Finanzspritze von 20,98 Millionen Euro sollen die Arbeitslosigkeit bekämpft und die Mittel des territorialen Beschäftigungspaktes auf 62,88 Millionen erhöht werden. Wedenig: „Die Maßnahmen sind ein erster Schritt, um die massiven Verwerfungen am Arbeitsmarkt in den Griff zu bekommen. Nun geht es darum, gemeinsam Zukunftsperspektiven aus der Jobkrise heraus zu planen. “

Die Maßnahmen: die überbetriebliche Lehrlingsausbildung wird ausgebaut, die Qualifizierungsförderung erhöht, neue Beschäftigungsprojekte für junge Erwachsene werden erstellt, Reintegrationsmaßnahmen (Eingliederungsbeihilfen, Arbeitsstiftungen) werden um 950 Plätze aufgestockt.

Die Industriellenvereinigung begrüßt die Maßnahmen, wie auch die Kärntner FP, die aber stärkere Initiativen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit fordert.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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