Zu George Floyds Tod

Lazaro: „Es ist nicht genug, kein Rassist zu sein“

Als erster ÖFB-Star hat sich nun auch unser Newcastle-Legionär Valentino Lazaro zur derzeit vor allem die USA, aber auch die ganze Welt, erschütternden Tragödie rund um den zum Opfer von Polizeigewalt gewordenen George Floyd geäußert. Und in seinem Instagram-Video lässt er all seine Fans in England, Italien, Deutschland und Österreich aufhorchen.

Lazaro beginnt damit, dass er lange gebraucht habe, um sich und seine Gedanken ein bisschen zu sammeln, nicht sofort alles herauszuposaunen, was ihm durch den Kopf geht. Er spricht im Video von der Unmenschlichkeit, mit der George Floyd getötet wurde - und er erzählt, dass auch er schon oft Opfer von Rassismus geworden sei, so wie seine Familie.

„Das ist nicht das erste Mal, dass das passiert. Ich selber, meine Verwandten und Freunde haben Rassismus am eigenen Leib verspürt. Es hat sich nichts geändert, die einzige Ausnahme ist, dass es diesmal aufgenommen wurde.“ Auf Beschimpfungen auf seiner Seite reagiere er gar nicht - stattdessen hält er nun eine bewegende Rede. Und wie John Lennon hat er den „Traum von einer Welt ohne Rassismus“.

Für Lazaro ist es unverständlich, warum es so lange gedauert habe, bis die Täter verhaftet wurden. Er fühle mit den protestierenden Menschen, nicht mit denen, die Geschäfte plündern - er verstehe nicht, warum die Medien nicht die friedlich demonstrierenden Menschen zeigen.

Lazaro ist davon überzeugt dass es nicht genug sei, schweigend kein Rassist zu sein. „Es ist Zeit, antirassistisch zu sein. Ich bin stolz darauf, wie viele Menschen aus jedwedem Land sich unserem Protest angeschlossen haben. Und wenn du dir denkst: ‚Schon wieder ein Anti-Rassismus-Video!‘, dann denk daran, wie satt viele Menschen den Rassismus haben, den sie jeden Tag erfahren.“

krone Sport
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Montag, 18. Oktober 2021
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