02.06.2020 09:06 |

Ungeahnte Ausmaße

2019 wurden 11,9 Millionen Hektar Urwald abgeholzt

Das Ausmaß des Verschwindens unberührter Waldlandschaften ist einer Studie zufolge im vergangenen Jahr auf dem dritthöchsten Stand seit Beginn des neuen Jahrtausends gelegen. Insgesamt seien 2019 rund 11,9 Millionen Hektar tropischer Urwald abgeholzt worden oder abgebrannt.

Darunter waren rund 3,8 Millionen Hektar unter anderem für die Biodiversität besonders wichtiger unberührter Primärwald, teilte das World Resources Institute in Washington mit. Das entspreche etwa einem Fußballfeld Primärwald alle sechs Sekunden, hieß es. Nur 2016 und 2017 seien in diesem Jahrtausend bisher mehr unberührte Waldlandschaften verschwunden.

Brasilien besonders betroffen
Besonders viel Primärwald verschwand demnach in Brasilien (rund 1,4 Millionen Hektar), Indonesien (324.000 Hektar) und im Kongo (475.000 Hektar). Bolivien und Australien verloren so viel Wald durch Brände wie seit Beginn der Aufzeichnungen nicht.

Mit der Plattform Global Forest Watch beobachten zahlreiche Naturschutzorganisationen unter Leitung des World Resources Institute seit 2014 unter anderem mit Satellitentechnik Veränderungen von Waldlandschaften weltweit.

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