31.05.2020 12:00 |

Pilot starb

Nach Unglück: Flugexperten suchen Absturzursache

Einen Tag nach dem Fund des Wracks einer vermissten Discus 2ct in Zederhaus in Salzburg starten die Ermittlungen der Unfallkommission des Bundes. Im Ort ist der Absturz seither das große Gesprächsthema. Der Pilot des Motorseglers war am Mittwoch von Bayern nach Salzburg gestartet und nicht mehr vom Flug zurückgekehrt.

„Wir sind um 8 Uhr raufgeflogen und um 10 Uhr haben wir das Wrack geborgen“, schildert Roy Knaus. Der Pongauer Heli-Unternehmer half am Samstag bei der Bergung des in Zederhaus verunglückten Flugzeugs mit. Das Wrack des am Ödenkar beim Weisseck abgestürzten deutschen Discus-2ct-Motorseglers soll nun, wie üblich, durch die im Verkehrsministerium angesiedelte Unfallsicherungsstelle des Bundes untersucht werden.

Die Ermittler wollen die Ursache für den Absturz klären. Für die Leiche des deutschen Piloten (50) aus Bayern ließ die Staatsanwaltschaft eine Obduktion anordnen. „Aufseiten der Polizei ermittelt das Landeskriminalamt“, erklärt Polizeisprecherin Verena Rainer.

„Hochwertiges Segelflugzeug“
Der Flugzeugtyp gilt unter Experten als qualitativ hochwertig. „Es handelt sich bei der abgestürzten Maschine um ein Flugzeug mit 18 Metern Spannweite. Das ist eigentlich ein sehr hochwertiges Segelflugzeug“, meint der Luftfahrt-Sachverständige Thomas M. Friesacher.

Das tragische Unglück beschäftigt seither auch die Ortsbewohner in der Lungauer Gemeinde. „Es sind Hubschrauber geflogen. Natürlich fragt man sich, was da los ist“, erzählt Wirtin Theresia Dorfer, die die Schliereralm mit Blick auf das Ödenkar betreibt. Etwas vom Absturz mitbekommen habe sie jedoch nicht.

Dem Wrackfund war eine polizeiliche Suchaktion unter Beteiligung der Bergrettung in Salzburg und Kärnten vorausgegangen. Der 50-Jährige hatte seit seinem Start am Mittwoch im bayrischen Königsdorf als vermisst gegolten.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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