„Unverantwortlich“

Bayern droht Thüringen im Streit um Lockerungen

Ausland
26.05.2020 07:30

Der Ton in der Debatte über die Lockerung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird in manchen deutschen Bundesländern rauer. Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann droht Thüringen nun mit Gegenmaßnahmen, sollte das angrenzende Bundesland die Corona-Schutzmaßnahmen weitgehend aufheben.

Die Pläne des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow seien „unverantwortlich“, sagte Herrmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Dienstag.

Minister droht Gegenmaßnahmen an
Er warnte: „Wir werden sicher nicht tatenlos zusehen, wie Ramelow große Erfolge im Kampf gegen das hochgefährliche Coronavirus sorglos zunichtemacht.“ Worin die angedrohten Gegenmaßnahmen bestehen könnten, konkretisierte Herrmann allerdings nicht.

In Bayern dürfen Biergärten seit dem 18. Mai wieder geöffnet haben, dennoch gelten weiterhin Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. (Bild: AFP)
In Bayern dürfen Biergärten seit dem 18. Mai wieder geöffnet haben, dennoch gelten weiterhin Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus.

Thüringen will Maßnahmen fast vollständig aufheben
Ramelow hatte am Wochenende angesichts sehr niedriger Infektionszahlen in Thüringen angekündigt, er wolle die allgemeinen Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland fast vollständig aufheben. Damit würden landesweite Regeln zu Mindestabständen und Kontaktbeschränkungen nicht mehr gelten. Die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften soll aber bestehen bleiben, wie Ramelow später klarstellte.

Mit seinem Vorstoß löste der Ministerpräsident viel Kritik aus. Bayern ist im Gegensatz zu Thüringen deutlich stärker von der Pandemie betroffen.

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