22.05.2020 12:08 |

Anschlag in Guttaring:

Anklage wegen Mordversuchs mit Paketbombe

Fertig ist, wie berichtet, die Anklage der Staatsanwaltschaft Klagenfurt nach dem Bombenanschlag in Guttaring. Ein 27-Jähriger und dessen Komplize sollen die Exfrau des Hauptverdächtigen zu töten versucht haben. Die enorme Sprengkraft der nach Internetanleitung gebastelten Höllenmaschine hat bereits ein Sachverständiger bestätigt.

Der medizinische Gutachter Walter Tributsch hat sich die Verletzungen des Opfers angesehen: „Er kommt letztlich doch zu dem Schluss, dass die Frau hätte sterben können“, schildert Anwalt Hans Gradischnig. Nur ihrer schnellen Reaktion und einem Sprung zur Seite verdankt sie ihr Leben; zudem hatte die Rettungskette bestens funktioniert.

Auch der letzte psychiatrische Befund liegt nun vor. Gradischnig hatte ja die Zurechnungsfähigkeit seines Mandanten angezweifelt, Psychiater Peter Hofmann bleibt aber dabei: Zwar habe sich der Zustand des Ex-Soldaten in den Monaten der U-Haft verschlechtert, doch vergangenen Oktober habe er im Rahmen seiner psychotischen Störung doch gewusst, was er tat, als er der Ex nach eigenen Angaben einen „Schweizer Kracher“ vor die Türe legte.

Er gilt somit als eingeschränkt zurechnungsfähig und soll auch in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Die Anklage umfasst neben dem Mordversuch noch Gefährdung durch Sprengmittel und schwere Sachbeschädigung. Die Höchststrafe beträgt lebenslängliche Haft.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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