Monats-Pflegegeld

Ackerl fordert auch Erhöhung für Angehörige

Oberösterreich
17.08.2010 18:58
"Pflegepersonal und Angehörige müssen mit ihrem Geld auskommen können", fasst Landesvize Josef Ackerl seine Ideen gegen den Pflege-Notstand zusammen. Alles hänge vom Pflegegeld ab. Es müsse "beträchtlich" erhöht werden, um das Personal zu zahlen, ohne die Gemeinden finanziell völlig auszubluten.

Salzburg will bereits Leasing-Pflegekräfte anheuern, weil die geringen Gehaltschancen zu Personalengpässen und leer stehenden Pflegebetten geführt haben. In Oberösterreich sei es noch nicht so weit, erklärt Ackerl, genügend Personal zu finden sei aber schwer: "Auf die Dauer werden wir nur durch bessere Einkommen genug Leute bekommen."

70 Prozent der Heimkosten inklusive Personal tragen die BewohnerInnen mit ihren Anteilen von Pension und Pflegegeld. "Zwölf Mal Pflegegeld für 14 Gehälter im Jahr", gibt Ackerl zu bedenken. "Und auf Pflegestufe fünf, die viele haben, reicht das monatliche Pflegegeld nur etwa für eineinhalb Wochen im Heim."

Steuerfinanziert, statt Pflegeversicherung
Pflegenden Angehörigen, die mobile Dienste zu bezahlen haben, für die das Pflegegeld oft nicht ausreicht, will der langjährige Sozialpolitiker ebenfalls helfen. Nur – woher soll es kommen?

"Es muss steuerfinanziert sein", lehnt Ackerl eine Pflegeversicherung ab: "Das träfe die Arbeitnehmer und über den Arbeitgeberanteil auch die Wirtschaft." Bleiben fast nur noch Vermögenssteuern als Ausweg.

Kronen Zeitung

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