04.05.2020 22:49 |

Isoliertes Testgebiet

Britische Regierung testet Corona-App auf Insel

Die britische Regierung testet auf einer Insel im Ärmelkanal erstmals eine Corona-Warn-App im Kampf gegen die Pandemie. Gesundheitsminister Matt Hancock bat die Einwohner der Isle of Wight am Montag: „Bleibt zu Hause, installiert die App, schützt den (staatlichen Gesundheitsdienst) NHS und rettet Leben!“

Das Projekt startet am Dienstag und soll helfen, den Erreger besser zu verfolgen und einzudämmen. Bei der App geht es darum, mithilfe der Bluetooth-Technologie Kontaktpersonen von Infizierten zu warnen. Hancock nannte die App im Hinblick auf den Datenschutz sicher.

Britische Strategie: Testen, verfolgen und aufspüren
Die Isle of Wight vor der Südküste Englands hat etwa 140.000 Einwohner. Sie ist zurzeit isoliert, da der reguläre Fährverkehr eingestellt ist. Die Insel sei damit ein ideales Testgebiet, hieß es. Als Vorbild für die App dient Südkorea: Großbritannien setzt ebenfalls auf umfangreiche Tests und der Nachverfolgung von Infektionsketten, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Das Motto zur Bekämpfung des Erregers lautet „test, track and trace“ - etwa: testen, verfolgen und aufspüren.

Gesundheitsdienst war schon vor Pandemie marode
Bisher wird die Regierung in London stark kritisiert, viel zu spät auf den Corona-Ausbruch reagiert zu haben. Zudem mangelte es lange Zeit an Tests, Schutzausrüstungen, Beatmungsgeräten, Ärzten, Pflegern und Klinikbetten. Der staatliche Gesundheitsdienst National Health Service gilt als chronisch unterfinanziert und marode.

Landesweit sind nach den offiziellen Statistiken bisher 28.734 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Im europaweiten Vergleich hat nur Italien mehr Todesopfer (29.079) zu beklagen, wie aus den am Montag veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Die Corona-Statistiken der Länder sind aber oft nur schwer miteinander zu vergleichen. Es wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.

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