29.04.2020 19:11 |

Drohung gegen Hofburg

Van der Bellen dankt Polizisten nach Großeinsatz

Penibel und Stockwerk für Stockwerk ist die Wiener Hofburg am Mittwoch von Einsatzkräften und Sprengstoffspürhunden durchsucht worden, nachdem um 15 Uhr per Mail eine Bombendrohung eingegangen war. Verdächtige Gegenstände konnte schlussendlich nicht gefunden werden. Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der mit seinem Stab im Zuge der Evakuierung der Hofburg ebenfalls in Sicherheit gebracht werden musste, brachte nun seinen Dank gegenüber den Einsatzkräften zum Ausdruck.

Um 15 Uhr war die Bombendrohung per Mail bei der Exekutive eingegangen. Der Inhalt des Schreibens: Es solle sich Sprengstoff in der Hofburg befinden. Der Bundespräsident habe sich zu diesem Zeitpunkt an seinem Arbeitsplatz befunden, als er von der anonymen Drohung Kenntnis erlangte, erläuterte Polizeisprecher Markus Dittrich. Das Staatsoberhaupt habe „ganz ruhig“ in Begleitung seiner Mitarbeiter die Hofburg verlassen.

Spürhunde der Polizei und Sprengstoffexperten durchsuchten im Anschluss Stock für Stock den Leopoldinischen Trakt der Hofburg, der seit 1947 Amtssitz des Bundespräsidenten ist. Nach rund zwei Stunden konnte Entwarnung gegeben. „Eine Gefahrenquelle ist ausgeschlossen“, teilte Dittrich mit. Gegen 17 Uhr wurden die Sperren wieder aufgehoben.

„Ein herzliches Danke schön an jene Polizisten und Polizistinnen der @LPDWien, die mit Bombenspürhunden heute die #Hofburg durchsucht haben - und dann Entwarnung geben konnten. Danke auch an all jene, die die Hofburg außen gesichert haben“, teilte Van der Bellen nach dem Einsatz über Twitter mit.

Suche nach Absender läuft auf Hochdruck
Wie berichtet, hatte sich die Drohung nicht dezidiert gegen Personen gerichtet, wie etwa den Bundespräsidenten, sondern gegen die Hofburg an sich. Geld wurde in dem Schreiben ebenfalls gefordert. Hinweise auf den Absender der Drohung lagen zunächst nicht vor. „Es wird mit Hochdruck ermittelt“, meinte der Polizeisprecher.

Einen Zusammenhang mit einem mit einer Machete bewaffneten Mann, der am Dienstag vor der Hofburg festgenommen worden war, schloss die Polizei vorerst aus.

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