25.04.2020 14:30 |

Ansturm vermeiden

Schulen sollen am Morgen früher aufsperren

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) wird die Schulen auffordern, ihre Beginnzeiten nach vorne zu verlegen. Damit ist aber nicht der Unterricht, sondern die Öffnung der Gebäude gemeint. Wenn etwa bereits um 7.30 Uhr und nicht um 7.45 Uhr geöffnet werde, kämen weniger Kinder gleichzeitig an.

Da nicht mehr allzu viel Zeit von der Wiedereröffnung der Schulen bis zu den Sommerferien bleibt, will Faßmann diese möglichst gut nützen, erklärte er in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“ Samstagmittag. So wird auch an den Fenstertagen nach Christi Himmelfahrt und Fronleichnam unterrichtet.

Notenschluss wird nach hinten verschoben
Zudem wird der Notenschluss nach hinten verschoben, also möglichst knapp vor den Ferien sein. Derzeit ist er meist am Beginn der vorletzten Schulwoche. Schon bisher habe in der Woche nach Notenschluss keiner so recht gewusst, was man mit dieser Zeit tun solle, so Faßmann.

Dass es in vielen Schulen kein Warmwasser gibt, stellt für den Minister keine Unmöglichkeit dar, die Hygiene-Vorschriften einzuhalten. Als Alternative würden Desinfektionsmittel angeboten: „Das eine oder andere sollte da sein.“ Auch vermehrtes Lüften werde empfohlen. Eigene Direktiven dazu brauche es nicht. Das würden Direktoren und Lehrer auch alleine zusammenbringen.

Video: Faßmann präsentierte am Freitag den Fahrplan zur Schulöffnung

Praktika werden nachgeholt oder entfallen
Dort, wo für berufsbildende Schulen Praktika möglich sind, soll es sie auch geben, sagte der Bildungsminister. Jedoch werde das etwa in Tourismusschulen nicht funktionieren. Für Faßmann ist dies für den weiteren Schulfortschritt aber keine unabdingbare Notwendigkeit angesichts der Corona-Krise. Entweder sie könnten später nachgeholt werden oder sie würden entfallen.

SPÖ und NEOS stellen Forderungen
Zu Wort gemeldet haben sich im Zusammenhang mit der schulischen Bewältigung der Corona-Krise am Samstag auch die Oppositionsparteien SPÖ und NEOS, um Forderungen zu stellen. SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid will etwa einen Ausbau des Förderunterrichts sowie einen entsprechenden Plan für Sommerschulen. Für NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre ist es genauso wichtig, dass es wie für die Schulen auch einen Plan für Kindergärten, Lehre und die Erwachsenenbildung gibt.

Etappenplan zur Öffnung der Schulen
Faßmann hatte am Freitag gemeinsam mit der Psychologin Christiane Spiel von der Universität Wien den Plan für die Rückkehr zum normalen Schulunterricht vorgestellt. Der Fahrplan des Ministeriums sieht eine schrittweise Öffnung vor.

  • Zunächst kommen ab 4. Mai alle älteren Schüler dran, die einen Abschluss brauchen - also Maturanten, Handelsschulen, Tourismusschulen, Technikschulen und auch Lehrlinge.
  • In einer zweiten Etappe ab 18. Mai folgen dann die Sechs- bis 14-Jährigen in den Volks- und Mittelschulen, der AHS Unterstufe sowie Sonderschulen und Deutschförderklassen.
  • Mit dem 3. Juni können dann auch die Schüler der AHS-Oberstufe sowie Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen, der Polytechnischen- und Berufsschulen wieder in den Unterricht - hier gebe es weniger Betreuungsproblematik und auch das Distance-Learning funktioniere sehr gut.

Die „Krone“ schafft gemeinsam mit Bildungsexperten Abhilfe in dieser herausfordernden Zeit und stellt neben einer Fülle an Lerntipps auch eine laufend erweiterte Auswahl an Übungen für unterschiedliche Schulstufen auf krone.at/hausaufgaben zur Verfügung.

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