23.04.2020 11:15 |

Home-Office-Spektakel

Wer schnappt sich Tua? Mega-Spannung vor NFL-Draft

Für viele Teams in der National Football League (NFL) sind die kommenden drei Tage die wichtigsten des ganzen Jahres. Beim Draft, der in der Nacht auf Freitag beginnt (ab 2 Uhr MESZ/live Puls 24), kommen die besten Nachwuchsspieler auf den Markt. Manager, die da die richtige Wahl treffen, verändern den Kurs ihres Klubs über Jahre hinweg zum Positiven, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt.

Ohne Quarterback Patrick Mahomes, den die Kansas City Chiefs vor drei Jahren an zehnter Stelle auswählten, hätte der Klub wohl im Februar nicht die Super Bowl gewonnen. Dass Mahomes erst als Zehnter genommen wurde und die Chicago Bears an zweiter Stelle Mitchell Trubisky als neuen Quarterback auswählten, zeigt die Herausforderung: Man muss sich für den Richtigen entscheiden. Spannend wird daher sein, wer sich an Tua Tagovailoa herantraut. Der 22-jährige Quarterback könnte der nächste Mahomes werden - hat sich am College in Alabama aber schwer an der Hüfte verletzt und seither nicht mehr gespielt. Seine Fitness versuchte er mit Videos zu beweisen.

Untersuchen konnte ihn aber keiner der Team-Ärzte. Denn Kandidaten einladen, sie medizinisch untersuchen und intensiv persönlich befragen - all das war wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr in den vergangenen Wochen nicht mehr erlaubt. Auch die Situation beim Draft selbst, dessen insgesamt sieben Runden auf drei Tage verteilt sind, ist ungewöhnlich: Im vergangenen Jahr waren etwa 600.000 Menschen nach Nashville gereist - dieses Jahr fällt die geplante gigantische Live-Inszenierung in Las Vegas aus.

Arbeiten aus dem Home-Office sowie Videointerviews für die TV-Übertragung sind angesagt. US-Medien berichten davon, dass teilweise IT-Techniker in den Einfahrten der Trainer und Manager campen, um bei einem Problem sofort reagieren zu können. Der General Manager der Seattle Seahawks soll sogar zwei Wände eingerissen haben, um Platz zu schaffen für die angeblich 25 Bildschirme, die er braucht. Und natürlich gibt es Notstromaggregate, mehrere Handys und das gute alte Festnetztelefon.

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