Radikale Täter

Zerstören Tieraktivisten Gehege und Zäune?

Wer steckt hinter den rätselhaften Anschlägen auf Weidezäune und Gatter im oberösterreichischen Bezirk Braunau? Zuletzt waren Beschädigungen in Auerbach und Pischelsdorf verübt worden, bei denen Tiere ausrissen und ein trächtiges Damwild ums Leben kam. „Ich tippe auf radikale Tierschützer“, sagt Monika Gröber, eine der Betroffenen.

„Was sind das für kranke Menschen, die fremdes Eigentum zerstören und in Kauf nehmen, dass Tiere verletzt oder getötet werden?“, ist Claudia Schindecker aus Pischelsdorf entsetzt. Auf ihrem Grundstück hatten Unbekannte am Wochenende ein Gehege zerstört, in dem vorübergehend sechs Schafe von Monika Gröber aus Straßwalchen eingestellt waren. „Sie sollten bis Juli hier Gras fressen, bis ich meine Weidengäse hinbringe“, so Schindecker.

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Was sind das für kranke Menschen, die fremdes Eigentum zerstören und in Kauf nehmen, dass Tiere verletzt oder getötet werden?

Claudia Schindecker

Besitzerin empört über Täter
Die Umzäunung sollte die Herde vor Hunden schützen. Doch Unbekannten passte das offenbar nicht. Sie brachen Zaunpfähle ab und beschädigten das Gitter. Die Schafe - darunter zwei trächtige - wurden verscheucht, flüchteten fünf Kilometer weit in einen Wald.

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Besitzerin Monika Gröber, die in Straßwalchen einen „Arche“-Hof für seltene Tierrassen betreibt, ist empört. Sie vermutet radikale Tierschützer als Täter. „Für die ist jeder Nutztierhalter ein Buhmann, egal wie umsichtig er agiert“, so die 45-Jährige. Ihre Alpinschafe waren vorher handzahm und sind jetzt schwer verstört. „Ich hoffe, dass sich das nicht später noch in einer Totgeburt auswirkt.“

Damwildtier vor Stress gestorben
Gestorben am Stress ist jedoch ein trächtiges Damwildtier am 23. März bei einem Anschlag auf das Gehege des Züchters Franz Huber in Auerbach. Von zwei trächtigen Hirschkühen fehlt seither jede Spur. „Eine Gemeinheit“, ist Huber erschüttert.

Auch Schindecker vermisst seit dem Vorjahr zehn Puten, nachdem ein Gehege beschädigt worden war. Die Polizei vermutet in allen Fällen die gleichen Täter.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Donnerstag, 04. Juni 2020
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