Erste Ordinationen zu

Coronavirus: Jetzt schlagen unsere Hausärzte Alarm

Es herrscht akuter Mangel an guter Schutzausrüstung! Ein Mediziner desinfiziert in der Not sogar schon seine Masken selbst im Rohr. In Teilen Oberösterreichs sind Praxen zu, die Berufsausübungskriterien wurden gelockert.

Not macht ja bekanntlich erfinderisch! Deshalb entpuppen sich auch Hausärzte in diesen schwierigen Zeiten als Meister des Improvisierens. So hat der Marchtrenker Mediziner Ronald Ecker einen Weg gefunden, qualitativ hochwertige Schutzmasken mehrmals zu verwenden. Er schiebt den Mundschutz bei 120 Grad rund 20 Minuten ins Rohr.

Malereibetrieb stellte Masken zur Verfügung
„Ich hatte Glück, dass mir ein Malerbetrieb aus der Umgebung die Masken geschenkt hat. Sonst wäre die Situation jetzt noch viel schlimmer als sie ohnehin ist“, so Ecker. Auf Nachbarschaftshilfe durfte sich auch Doktor Michael Schodermayr aus Steyr verlassen. Ihm stellte eine Kfz-Firma den Mundschutz zur Verfügung. „Mit dieser Krise hat niemand rechnen können. Jetzt tut jeder sein Bestes“, hofft er nun auf den von der Bundesregierung zugesagten baldigen Nachschub.

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Ich hatte Glück, dass mir ein Malerbetrieb aus der Umgebung die Masken geschenkt hat.

Ronald Ecker, Hausarzt aus Marchtrenk

Kontakt mit Infizierten, Ordinationen zugesperrt
Zuletzt mussten viele Praxen zusperren, weil Ärzte oder Assistenten Kontakt mit Infizierten hatten. In Vöcklamarkt, St. Florian, Grünburg oder Tragwein gingen die Ordinationslichter aus. Die strenge Berufsausübungsregel wurde nun gelockert. Dominik Stockinger, Vertreter der Vöcklabrucker Bezirksärzte: „Wer weiter arbeiten will, muss in den ersten zehn Tagen jeden Morgen einen Test durchführen lassen. Danach darf er dann aber vier Tage keine Beschwerden haben.“

Auch Hausärztin Angelika Reitböck aus Steyrling ist besorgt: „Der Parkplatz ist zu einem großen Warteraum geworden. Wir schauen, dass nie mehr als zwei bis drei Personen gleichzeitig in die Praxis kommen. Alles was geht, wird derzeit telefonisch erledigt.“

Schüler infiziert
Eine Gruppe von 53 Schüler der HTL Paul Hahn Straße hat bis zum 14. März 2020 einen Schulskikurs in Bad Gastein absolviert. Dabei dürfte es zu COVID 19-Infektionen gekommen sein. Neun Schüler und eine Lehrkraft wurden bisher positiv getestet. Die Zahlen der in Oberösterreich bestätigten Coronavirus-Fälle steigt immer höher. Aktuell sind laut Land OÖ (Stand 27. März, 19 Uhr) 1172 Menschen in OÖ infiziert, 64 sind wieder gesund.

Bezirks Gesamtübersicht vom Land OÖ (Stand 27. März, 19 Uhr):

  • Linz 144
  • Steyr 16
  • Wels 41
  • Braunau 34
  • Eferding 22
  • Freistadt 60
  • Gmunden 42
  • Grieskirchen 25
  • Kirchdorf 27
  • Linz-Land 98
  • Perg 163
  • Ried 17
  • Rohrbach 89
  • Schärding 33
  • Steyr-Land 79
  • Urfahr-Umgebung 151
  • Vöcklabruck 78
  • Wels-Land 53

Kein Stillstand auf Baustellen
Wichtig für Arbeiter und Angestellte: Der Zeitraum zwischen Testung und Erhalt des Ergebnisses ist kein Dienstverhinderungsgrund! Wie schaut aus auf den Baustellen aus? Landesrat Achleitner führte Telefonate unter dem Motto „Arbeiten für Oberösterreich“ unter anderem mit Karl Weidlinger von der Swietelsky AG und Karl Steinmayr von der HABAU GmbH. Weitere Firmen wie die Rabmer Gruppe oder DOMICO haben angekündigt, ab Montag wieder weiterzuarbeiten.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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Montag, 25. Mai 2020
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