Wegen Schließung

Inhaber der Fahrgeschäfte im Prater frustriert

Aufgrund des grassierenden Coronavirus und dem Erlass der Bundesregierung hat auch der Wiener Prater seine Pforten geschlossen. Der Fahrbetrieb ist eingestellt. Das Riesenrad steht still. Einige Geschäftstreibende sind darüber alles andere als erfreut.

Im beliebten „Wiener Wurstelprater“ herrscht normalerweise reges Treiben. An über 250 Attraktionen tummeln sich täglich Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Aktuell ist dem jedoch nicht so. Der Aufenthalt im Vergnügungspark ist, zumindest bis zum 22. März aus Sicherheitsgründen nur für Mitarbeiter und Sicherheitspersonal gestattet. Wie City4U berichtete, haben alle Fahrgeschäfte aufgrund des grassierenden Coronavirus und dem Erlass der Bundesregierung ihren Betrieb momentan eingestellt. Am 17. März waren daher nur wenige Spaziergänger sowie vereinzelt Handwerker und Betreiber von Fahrgeschäften zu sehen.

„Ich verstehe die ganze Hysterie nicht“, so ein Inhaber eines kleinen Fahrgeschäfts gegenüber der APA. Die Sperrung des Vergnügungspark sei wirtschaftlich eine Katastrophe für ihn. Er habe sich bereits erkundigt, ob er die von der Bundesregierung angekündigte Hilfe für Unternehmen in Anspruch nehmen könnte, doch habe man ihm am Telefon gesagt, dass dies für ihn nicht gelte, erzählt der Wiener. Gehofft wird nun, dass gemeinsam ein Aussetzen der Pacht erreicht werden kann. Auch ein anderer Betreiber winkt auf die Frage, wie er die temporäre Sperre erlebe, ab: „Ich bin wirklich sauer, mehr möchte ich dazu gar nicht sagen.“

Einige wenige Fahrgeschäfte nutzen die Woche für allfällige Wartungsarbeiten und Reparaturen. Die Unsicherheit ist jedoch auch hier deutlich spürbar. Die Sorge um die wirtschaftliche Existenz ist hoch. „Ich frage mich, wie lange das wirklich dauern wird. Dass man einmal ein, zwei Wochen zu tun hat, okay. Aber wer weiß, vielleicht werden es drei, vier Monate?“, meint eine Frau. Sie ergänzt: „Wie lange das dann dauern wird, bis die Leute überhaupt wieder kommen? Wir leben ja nur vom Tourismus.“

Definitiv weniger frequentiert als sonst war auch die angrenzende Prater Hauptallee. Ein ebenso ungewohntes Bild bot sich auch auf dem Bahnhof Praterstern. Auf den Gehsteigen herrschte fast gähnende Leere.

März 2020

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Julia Ichner
Julia Ichner
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Sonntag, 27. September 2020
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