10.03.2020 14:59 |

Vorsichtsmaßnahmen

Coronavirus: Fieberchecks an Grenze zu Italien

Hochzeiten und viele Vorträge, Begräbnisse und Konzerte – alles über 100 Teilnehmer ist auch in Kärnten verboten. Die Polizei überwacht die Lage. In Thörl-Maglern im Bezirk Villach-Land haben am Dienstag Gesundheitschecks für Einreisende begonnen.

Die vom Bund angeordneten Einschränkungen treffen natürlich auch Kärnten - umso mehr, als wir direkt an Italien grenzen. Landeshauptmann Peter Kaiser und Gesundheitsreferentin Beate Prettner informierten Dienstag über die Lage in unserem Land. Prettner: „Es gibt einen bestätigten Fall, 19 offene Tests, 30 Personen unter Quarantäne und 186 negative Abstriche.“

Einreise aus Italien untersagt, Soziale Kontakte reduzieren
Die Einreise aus Italien ist demnach untersagt, außer - so Kaiser - man könne ein negatives Attest vorweisen. Was im Moment noch nicht klar ist: Wie reagiert Slowenien? Macht Laibach nicht dicht, würde die Route von Tarvis über Kranjska Gora und den Wurzenpass nach Kärnten offen bleiben. Kaiser ist es auch, der eine ganze Reihe von Aufrufen an seine Landsleute richtet: „Soziale Kontakte reduzieren, Veranstaltungen meiden, den Anordnungen Folge leisten.“ Apropos Veranstaltungen: Die Anordnung des Bundes trifft auch private Feste, Feiern und Anlässe.

Hochzeiten sind „indoor“ nur bis 100 Personen erlaubt, Begräbnisse detto, Geburtstage, Vorträge, alles muss den Regeln untergeordnet werden. Im Freien gilt ein Limit von 500 Teilnehmern. LH Peter Kaiser und Beate Prettner: „Die Polizei hat die Legitimation, das durchzusetzen.“

Kaiser: Haben in Kärnten gut eingespielte Teams
Offen ist, wie man viele Österreicher - auch unzählige Kärntner - aus Italien zurückholen könnte. Der Zugverkehr ist eingestellt, das gilt auch für Busse. Lkw ohne Zwischenstopp in Kärnten dürfen ins Land. Der Landeshauptmann ist optimistisch, die Lage meistern zu können: „Wir haben in Kärnten gut eingespielte Teams, aber natürlich ist es eine Herausforderung.“

Kritik an den Kontrollen an der Grenze kommt von FPÖ-Klubobmann Gernot Darmann: „Was soll nach der Grenzschließung durch die Bundesregierung eine Fiebermess-Initiative des Landes an der italienischen Grenze bringen? Es dient doch nur der medialen Inszenierung.“

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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