01.03.2020 10:22 |

Fünf Fälle bestätigt

Corona-Alarm nun auch in Kärntens Nachbarregion

Erstmals sind Coronavirus-Infektionsfälle aus der Kärntner Nachbarregion Friaul-Julisch-Venetien gemeldet worden. Fünf Personen wurden nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörden positiv getestet. Drei Fälle gab es in Udine, einen in Triest und einen in Görz.

Friaul zählte bisher zu den norditalienischen Regionen, die keinen Infektionsfall gemeldet hatten. Die Region hatte jedoch trotzdem den Notstand bis zum 31. Juli ausgerufen, um Vorsichtsmaßnahmen ergreifen zu können. In Italien gab es bisher bei 1128 Infektionen 29 Todesfälle.

„Tsunami für unser Gesundheitssystem“
Die Region Lombardei, in der es bislang italienweit die meisten Corona-Fälle gegeben hatte, beklagt eine zunehmende Zahl akuter Patienten. „Wir sind mit einer zunehmenden Welle von Patienten in ernst zu nehmendem Zustand konfrontiert“, sagte Massimo Galli, Leiter der auf Infektionskrankheiten spezialisierten Abteilung des Mailänder Krankenhauses „Sacco“.

Die Situation belaste das lombardische Gesundheitssystem schwer. „Angesichts der hohen Zahl von Patienten mit gravierenden Krankheiten, die alle zusammen in die Spitäler eingeliefert wurden, ist es, als wäre das regionale Gesundheitssystem mit einem Tsunami konfrontiert“, sagte Galli im Interview mit der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“.

Italien zu höherem Haushaltsdefizit bereit
Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise strebt Italiens Regierung ein höheres Haushaltsdefizit für 2020 an. Die Regierung in Rom arbeite an einem wirtschaftsförderndes Maßnahmenpaket, um die Wirtschaft in dem von der Epidemie schwer betroffenen Italien zu unterstützen. Dazu brauche die Regierung den Segen des italienischen Parlaments und der EU-Kommission, sagte Premier Giuseppe Conte.

Erste Coronavirus-Erkrankung in Luxemburg
Unterdessen hat das Coronavirus mittlerweile auch das Großherzogtum Luxemburg erreicht. Das Virus wurde bei einem 40 Jahre alten Mann bestätigt, teilte Gesundheitsministerin Paulette Lenert am Samstagabend in Luxemburg mit. Der Mann hatte sich in Italien aufgehalten und war Anfang der Woche per Flugzeug über Charleroi (Belgien) nach Luxemburg zurückgekehrt. Es gehe ihm gut. „Wir sind jetzt dabei, zu untersuchen, mit wem die Person in Kontakt war“, sagte Lenert. 

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Bereits 117 Infizierte in Deutschland
In Deutschland sind bis Sonntagvormittag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 117 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden. Noch am Freitag waren es erst 53 Infizierte. Allein in Nordrhein-Westfalen sind mittlerweile 66 Fälle bestätigt, in Bayern 19 und in Baden-Württemberg 15. Die tatsächliche Zahl der Fälle dürfte etwas darüber liegen, weil neue Nachweise hinzukommen.

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