29.02.2020 14:11 |

„Erkältungssymptome“

Corona-Alarm: Vier Kindergartenkinder infiziert

Bei vier Kindern im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ist eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Zuvor war bereits eine Erzieherin des Kindergartens an Covid-19 erkrankt. Den Kindern gehe es gut. Sie zeigten „allenfalls leichte Erkältungssymptome“, sagte eine Sprecherin des zuständigen Kreises Heinsberg,. 

Insgesamt besuchen 114 Kinder den Kindergarten. Rund 100 Buben und Mädchen machten den Test, bei vier war der Befund positiv. Die anderen rund 14 Kinder seien zu dem freiwilligen Test nach bisherigen Erkenntnissen nicht erschienen. Insgesamt sei die Zahl der Personen, die sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 im Kreis Heinsberg nachweislich infizierten, nun auf 60 gestiegen.

Alle Personen, die unmittelbar zu einer infizierten Person Kontakt hatten und die selber Krankheitssymptome zeigen, sollen in häusliche Quarantäne gehen. Sie sollen der Kreissprecherin zufolge ihren Hausarzt konsultieren, der entscheide, ob ein Test vorgenommen wird.

Auch Lehrer infiziert
Unterdessen wurde im ebenfalls nordrhein-westfälischen Lüdenscheid bei einem Lehrer das neuartige Coronavirus nachgewiesen. Ein Sprecher des Märkischen Kreises sagte am Samstag, es seien 36 Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt worden. Man habe von allen Abstriche genommen, die nun ins Labor geschickt würden. Die Förderschule des Kreises mit 95 Schülern und 20 Lehrern bleibe bis Ende der kommenden Woche geschlossen. Der Lehrer habe in dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg an der Karnevalssitzung teilgenommen, die für NRW bisher als Ausgangspunkt gilt.

Schulen in Norditalien bleiben geschlossen
Die Schulen in Norditalien werden auch in der kommenden Woche geschlossen halten. Die Regionen Lombardei, Venetien und Emilia Romagna kündigten an, dass bis Ende der nächsten Woche der Unterricht in allen Kindergärten, Schulen und Universitäten ausgesetzt wird, um die Ausbreitung des Coronavirus einzugrenzen, berichteten italienische Medien. Bisher wurden 21 Todesfälle in Italien gemeldet, die auf die Coronavirus-Epidemie zurückzuführen sei. Hinzu kam es über 800 Infektionsfälle.

Inzwischen wird die Lage in vielen lombardischen Krankenhäusern problematisch. Das Spital der lombardischen Stadt Cremona ist auf der Suche nach zusätzlichen Krankenpflegern, um dem hohen Zustrom von Patienten infolge der Coronavirus-Epidemie Stand zu halten. Die Bürgermeisterin der Stadt Crema, Stefania Bonaldi, beklagte, dass das Spital in ihrer Gemeinde überfüllt sei. Vor allem die Plätze auf den Intensivstationen würden wegen der hohen Zahl von Infektionsfällen knapp werden, warnte Massimo Galli, Direktor der Abteilung für Infektionskrankheiten des Mailänder Krankenhauses „Sacco“.

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