Coronavirus-Angst

Bayern testet alle neu ankommenden Flüchtlinge

Ausland
28.02.2020 16:39

Bayern testet alle neu ankommenden Flüchtlinge und Asylbewerber schon bei der Ankunft auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2. Das sagte Innenminister Joachim Herrmann am Freitag nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses in München. Bisher sei kein positiver Fall dabei gewesen. Wenn es aber mal so weit ist, solle der Betroffene sofort in Quarantäne kommen, erklärte er.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) gibt es bisher in Deutschland mindestens 53 Nachweise von Covid-19-Infektionen. Davon sind mindestens 37 Fälle in den vergangenen Tagen bekannt geworden - hauptsächlich in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, wie eine RKI-Liste zeigt.

Italien bat EU-Partner um Schutzmasken
Laut Angaben der EU-Kommission hat Italien am Freitag seine europäischen Partner um Hilfe bei der Beschaffung von Schutzmasken gebeten. Nun werde geprüft, welcher Mitgliedstaaten dem vom neuen Coronavirus besonders betroffenen Land die benötigten Masken schicken könne, sagte eine Behördensprecherin in Brüssel.

(Bild: APA/Barbara Gindl)

Parallel dazu läuft ein Verfahren, um Material zum persönlichen Schutz vor dem Virus gemeinsam einzukaufen. Die Gesundheitsminister der 27 EU-Staaten hätten das bei ihrem Treffen am 13. Februar auf den Weg gebracht, hieß es. Bis zum Freitag war jedoch nicht klar, wie viele Staaten dabei welchen Bedarf angemeldet hätten.

Krankenhaus von Lodi platzt aus allen Nähten
Derweil platzt das Krankenhaus von Lodi in der Provinz Lombardei, von der aus sich das Coronavirus in Oberitalien ausbreitet, wegen der steigenden Zahl von Covid-19-Infizierten aus allen Nähten: Derzeit (Stand Freitagnachmittag) befinden sich 51 Patienten in kritischem Zustand im Spital, 17 davon auf der Intensivstation.

(Bild: Associated Press)

„Da das Krankenhaus von Lodi über eine ungenügende Zahl von Plätzen auf der Intensivstation verfügt, mussten die Patienten in anderen Spitälern der Region untergebracht werden“, berichtete der lombardische Präsident Attilio Fontana. In Italien wurden bisher 17 Todesopfer und 650 Infektionsfälle gemeldet. 45 Patienten sind bisher genesen.

Moskau schiebt Dutzende Ausländer ab
Moskau schiebt 88 Ausländer ab, weil sie gegen Quarantänemaßnahmen verstoßen haben. In Russland befinden sich Hunderte Menschen in Quarantäne, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

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