Kritik auch am Schiri

WAC sauer: „Haben auf einer Kuhweide gespielt!“

Nach einem perfekten Start ins Frühjahr hat der WAC im zweiten Spiel unter Trainer Ferdinand Feldhofer viel vermissen lassen. Das 0:2 bei Schlusslicht WSG Tirol war am Samstag leistungsgerecht. Kritik gab’s danach für den Schiedsrichter und den Zustand des Rasens. „Wir haben auf einer Kuhweide in einem wunderschönen Stadion gespielt“, so Mario Leigeb.

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Im Lager der Kärntner konnte man der Niederlage aber Positives abgewinnen. „Ich glaube, dass uns das richtig gut tut, dass wir eine auf den Deckel bekommen haben“, so Leitgeb im Sky-Interview.

„Schiedsrichter war ungefähr so schlecht wie wir“
Vor allem die erste Hälfte war für die Gäste im Innsbrucker Tivoli Stadion Tirol zu vergessen. „Wir sind ganz schlecht gestartet, waren zu passiv, hatten zu wenig Bewegung, zu leichte Ballfehler im Aufbauspiel“, analysierte ein enttäuschter Feldhofer.

Hinzu kam auch noch Pech: Beim Stand von 0:0 blieb der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Julian Weinberger bei einem Foul an Cheikhou Dieng fälschlicherweise aus. „Das war vielleicht Match entscheidend“, vermutete der WAC-Coach. Auch Leitgeb ärgerte sich sehr darüber. „Der Schiedsrichter war ungefähr so schlecht wie wir“, meinte der Mittelfeldspieler.

Selbstkritik stand also nach einer Partie auf einer (Leitgeb) auch auf der Tagesordnung. „Das ist nicht unser Tag gewesen, wir haben den Kampf erste Halbzeit überhaupt nicht angenommen. Es geht nicht nur mit 50 Prozent“, verlautete der 31-jährige Steirer. Das unterstrich auch Feldhofer: „Man sieht, welche Probleme entstehen können, wenn man nicht 100 Prozent gibt. Wir haben nicht die PS reingebracht, die wir brauchen.“

Nach dem Auftakt-3:0 gegen Hartberg gab es für die Wolfsberger also einen Dämpfer. „Vielleicht haben wir uns ein bisschen blenden lassen vom letzten Spiel, nachdem wir alle sehr glücklich waren“, betrieb Feldhofer Ursachenforschung. Sein auswärts zum dritten Mal en suite sieglos gebliebenes Team kassierte im Kampf um einen Top-Drei-Platz einen Rückschlag und liegt auch nur noch drei Zähler vor dem Fünften Sturm Graz. Die Tiroler schlossen nach Punkten zur Admira auf, sind aber nach wie vor im Besitz der „Roten Laterne“.

Jubel bei den Tirolern
Michael Svoboda (34.) und Zlatko Dedic (43.) leiteten den ersten WSG-Sieg nach acht Pflichtspiel-Niederlagen in Folge im Finish der ersten Hälfte ein. „Ich habe lange auf mein erstes Tor gewartet, mit einem Dreier ist es umso schöner“, schilderte Svoboda. Der ÖFB-U21-Teamspieler war mit einem Tor und Assist eine der entscheidenden Figuren, wie etwa auch Goalie Ferdinand Oswald. „Es war wichtig, dass wir die Niederlagenserie endlich gebrochen haben. Es tut sehr gut, dass wir zu Null gespielt haben. Wir haben alles richtig gemacht“, war Coach Thomas Silberberger hochzufrieden.

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