15.02.2020 15:44 |

14 Tage Isolation

Quarantäne zu Ende: Aufatmen bei China-Rückkehrern

14 Tage Isolation sind für sieben österreichische Staatsbürger am Samstag zu Ende gegangen. Unter ihnen ist Robert Moser - ein Ingenieur aus Dölsach in Osttirol - sowie der österreichische Generalkonsul in Peking, Nikolai Herold. Vier Tests und zwei Wochen später steht fest: Keiner ist mit dem Virus infiziert. Ein erstes Aufatmen.

Gegen 13 Uhr begann die Gruppe, ihr Quartier für die vergangenen zwei Wochen zu verlassen. Zuerst ging es ein letztes Mal ins Hygienezentrum in Wien-Simmering, das Personal, das die Österreicher bei ihrer Rückkehr betreut hat, verabschiedete sich. Familienmitglieder und Privatpersonen holten die China-Rückkehrer vereinzelt von dort ab. Wohl auch, um die Geheim-Location der Quarantäne nicht preiszugeben.

Norbert Schnurrer vom Wiener Krankenanstaltverbund (KAV) dazu: „Die Versorgungskette hat reibungslos funktioniert. Die Zusammenarbeit von Berufsrettung, KAV, Gesundheitsministerium, der MA 15, Polizei, Außenministerium und Verkehrsministerium ist perfekt abgelaufen.“

Nach der Landung am Flughafen Wien-Schwechat waren die sieben Rückkehrer strikt voneinander getrennt worden. Gerichte wurden dreimal täglich geliefert, die Essensbestellungen liefen über das Außenministerium. In Drei-mal-drei-Meter-Zimmern ist die Zeit totgeschlagen worden, ohne Internet kaum vorstellbar. Tag für Tag Bangen um die Gesundheit.

Was Robert Moser am meisten abging? „Was glauben Sie?!“, fragt er aufgebracht, „natürlich meine Kinder.“ Nur telefonisch konnte sein Sohn ihn in dieser schwierigen Zeit aufmuntern. Auf seiner Trainingsmatte hat sich Moser fit gehalten - und „mit viel Humor“.

Auch der österreichische Generalkonsul Nikolai Herold will so schnell wie möglich sein altes Leben zurück. Er schaute Dokumentationen über China - erinnerte sich an die Straßen voller Leben, bestellte vietnamesische Suppen. Ob China jetzt für immer mit dem Virus in Verbindung gebracht wird? Nein, denn: „Chinesen schauen in die Zukunft.“

Mehr als 1500 Menschen am chinesischen Festland hat der neue Stamm des Coronavirus mittlerweile das Leben gekostet. Nun wurde der erste Fall in Afrika bekannt gegeben, nämlich in Ägypten. In Paris ist zudem der erste Todesfall in Europa gemeldet worden.

Was der Diplomat am ersten Tag in Freiheit unternommen hat, lesen Sie am Sonntag in der „Krone“ und auf krone.at!

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