31.01.2020 11:26 |

Neuer Generalsekretär

Schnedlitz als „Schild und Speerspitze der FPÖ“

Nachdem die FPÖ am Donnerstagabend Michael Schnedlitz einstimmig zu ihrem neuen Generalsekretär gewählt hatte, wurde der 35-Jährige am Freitagvormittag auch der Öffentlichkeit vorgestellt. Schnedlitz, Abgeordneter und Bürgermeister-Stellvertreter von Wiener Neustadt, löste Harald Vilimsky und Christian Hafenecker ab. Er hält es für seine wichtigste Aufgabe, das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. Laut FPÖ-Chef Norbert Hofer soll Schnedlitz als „Schild und Speerspitze“ fungieren.

„Michael Schnedlitz soll Schild und Spitze für die FPÖ sein - die Speerspitze im Angriff, wenn es darum geht, Themen zu setzen und falsche Entwicklungen durch die Regierung aufzuzeigen, das Schutzschild, wenn es Angriffe auf die FPÖ gibt“, charakterisierte Hofer die Aufgabe des neuen Generalsekretärs. Dieser sei Hofer zufolge „erfolgreich und erfahren“ und verfüge auch über „ideologischen Tiefgang“.

Schnedlitz: „Zerrbild der FPÖ durch Ibiza-Skandal“
Schnedlitz selbst sagte am Freitag, seine Bestellung sei ihm „eine große Ehre“, sein Dank gelte auch seinen Vorgängern, die gute Arbeit geleistet hätten. Nun brauche man „klare Ansagen und eine klare Linie. Wir durchschreiten derzeit eine Talsohle, müssen eine Trendwende schaffen und Vertrauen zurückgewinnen.“ Durch den Ibiza-Skandal sei ein „Zerrbild von der FPÖ entstanden, das wir und unsere Wähler nicht verdient haben“. Man wolle wieder mit blauen Kernthemen punkten.

Mit „kantiger Oppositionsarbeit“ gegen den Linksruck
Durch eine „kantige Oppositionsarbeit“ wolle man den Linksruck in Österreich bekämpfen. Themen wie Heimat und Schutz unserer Bevölkerung werden Schnedlitz, der sich als Bauernbub aus Murau und Sohn eines ÖVP-Politikers vorstellte, zufolge weiterhin im Vordergrund stehen. Die FPÖ soll nun so organisiert werden, „dass alles, was sich in de Partei abspielt seine Richtigkeit hat“.

Massive Kritik an Schnedlitz
Dass Schnedlitz Vilimsky und Hafenecker nachfolgen wird, steht schon seit Anfang Jänner fest. Bereits unmittelbar danach sah er sich mit massiver Kritik konfrontiert, da er 2016 die rechtsextremen Identitären bei einer Kundgebung explizit gegrüßt hatte. Für die Freiheitlichen war dies kein Grund, die Personalentscheidung zu revidieren. Schnedlitz betonte, weder Mitglied bei den Identitären zu sein, noch ein Naheverhältnis zu besitzen.

Hofer wies bei seinem Auftritt außerdem die parteiinterne Kritik an den Kontakten zur AfD zurück. Diese wolle man weiter pflegen, zu den Identitären hingegen auf Distanz bleiben. Sein Selfie mit einem Identitären beim Akademikerball begründete Hofer damit, dass er den Mann nicht gekannt habe. Die FPÖ werde sich „als Rechtspartei ausrichten, aber wir grenzen uns klar gegen rechtsextrem ab“, so der FPÖ-Chef. Die Blauen wollen ein „Gegenpol zu Türkis-Grün sein“.

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