13.02.2020 06:17 |

Bergsport

Schneeschuhwandern - Risiko fürs Herz

Die Bewegung an der frischen Luft wirkt positiv auf die Gesundheit, doch die Anstrengung für das Herz-Kreislaufsystem sollte nicht unterschätzt werden.

Durch die gleichmäßige Schrittfolge ist Schneeschuhwandern ein optimales Ausdauertraining.Zudem wirkt das Erlebnis in der unberührten Natur entspannend und gegen Stress. Dochspeziell bei einer Vorerkrankung des Herz-Kreislauf-Systems ist das Risiko einesHerzstillstandes erhöht. Besonders betroffen sind Männer ab etwa 35 Jahren, mitzunehmendem Alter steigt die Kurve stark an.

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Wer an unbehandeltem Bluthochdruck, einer bestehenden Herzgefäßerkrankung leidet oder bereits einen Herzinfarkt hatte, ist ebenso gefährdet wie Personen mit Diabetes, hohem Cholesterinspiegel oder akutem grippalen Infekt.

OA Dr. Wernder Brunhuber, Internist vom Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr (OÖ)

Zu schnelles Losgehen am Beginn einer Bergtour oder extreme Witterungsverhältnisse bedeuten eine enorme Anstrengung. Kreislaufprobleme, Überlastung und Erschöpfung sind häufige Folgen. Bergsport erfordert gute körperliche Fitness. „Grundsätzlich ist Schneeschuhwandern eine gesunde und entschleunigende Aktivität. Wer jedoch nicht regelmäßig zwei- bis dreimal pro Woche Sport treibt und meint, diesen Mangel an Bewegung am Wochenende ausgleichen zu können, setzt sich ebenfalls der Gefahr eines Herz-Kreislauf-Versagens aus. Dabei könnte dieses Risiko durch regelmäßiges Training und die richtige Einschätzung der persönlichen Fitness und Kondition deutlich minimiert werden“,betont OA Brunhuber.

Leichte Touren in flachem Gelände sind für wenig sportliche Personen ideal. „Erst wenn sichdie Fitness gesteigert hat, sollten intensivere Ausflüge auf die Berge unternommen werden. Eine regelmäßige und ausreichende Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr ist dabei enorm wichtig“, berichtet OA Dr. Werner Brunhuber.

Auch die Ausrüstung muss passen: Dazu zählen Schneeschuhe in passender Große und Teleskopstöcke. Atmungsaktive  Kleidung transportiert Schweiß nach außen und verhindert, dass der Körper auskühlt

Karin Rohrer-Schausberger, Kronenzeitung

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