22.01.2020 13:13 |

480.000 Euro Kosten

EU soll mithelfen, die Sanierung zu beschleunigen

Schon seit drei Jahren werden die alten Gemäuer der imposanten Wehrkirche in Diex saniert. Das im Jahr 1326 erstmals urkundlich erwähnte Gotteshaus ist das Wahrzeichen der Gemeinde. Die Arbeiten an der historisch wertvollen Anlage mit ihrer beeindruckenden Wehrmauer sind aufwändig und teuer. Nun hofft man, das Projekt mit Finanzmitteln aus der EU beschleunigen zu können.

„Die Kirche ist unser hoch geschätztes Kulturjuwel, daher sind wir sehr darum bemüht, die Sanierung endlich zu beschleunigen“, sagt Bürgermeister Anton Napetschnig. Seit drei Jahren wird der Wehrgang der Pfarrkirche generalsaniert.

Saualpe: Wehrkirche bis zu 500 Jahre alt 
Die Kosten für die Arbeiten liegen bei rund 480.000 Euro. Das Projekt hatte mit einer wissenschaftlichen Untersuchung begonnen, an der das Bundesdenkmalamt und die Universität für Bodenkultur beteiligt waren. „Die Wissenschaftler konnten beweisen, dass die Holzteile des Wehrgangs, der an der Wehrmauer angebracht ist, schon gut 500 Jahre alt sind“, erklärt Ruprecht Obernosterer, Leiter der diözesanen Bauabteilung.

Die Renovierung des historischen Juwels könne wegen der horrenden Kosten aber nur in kleinen Etappen durchgeführt werden. Obernosterer: „Der Dachstuhl wurde bereits saniert, nun soll das Steinplatteldach in Angriff genommen werden.“ Vor allem diese Arbeiten seien sehr teuer: „Es handelt sich um einen speziellen Serpentinstein aus Italien. Dieses Material ist besonders wetterbeständig.“

Nun wurde für die Generalsanierung der Wehrkirche ein Hilfsprojekt initiiert. Der Südkärntner Regionalmanager Peter Plaimer: „Wir arbeiten in Kooperation mit Gemeinde und Diözese daran, EU-Fördermittel zu lukrieren.“

Der Wehrgang soll nämlich künftig öffentlich zugänglich gemacht werden. „Die Besucher sollen die Möglichkeit erhalten, die Kirche besser kennenzulernen“, meint der Gemeindechef. Unter anderem werde man auch eine kleine Galerie einrichten, wo die spannende Geschichte der Anlage anschaulich dargestellt werden soll.

Dafür will die Gemeinde 160.000 Euro aufbringen, und zwar mit Hilfe von Leader-Mitteln. Napetschnig: „Wir hoffen, dass wir dieses Projekt gemeinsam und so rasch wie möglich abwickeln können.“ Ein Gespräch findet heute, Mittwoch, statt. 

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