Hochtrabende Pläne

Norbert Hofer: Neuer Job im „Schicksalsbundesland“

Steiermark
03.02.2026 15:42

Der Bundespolitik hat er abgeschworen, im Burgenland ist er für den Rest der Legislaturperiode einfacher Landtagsabgeordneter. So trat Ex-Infrastrukturminister Horbert Hofer (FPÖ) mit Anfang Februar seinen neuen Job im „Schicksalsbundesland“ Steiermark an.

„Mein Vater wollte unbedingt, dass sein viertes Kind ein Steirer wird“, plaudert der in Vorau geborene Burgenländer aus dem Nähkästchen. Auch sein schwerer Paragleit-Unfall in Stubenberg habe die Steiermark zu seinem „Schicksalsbundesland“ gemacht. Jetzt freue er sich jeden Tag, wenn er in der Früh in Pinkafeld ins Auto steigt und nach Graz fährt.

„Interner Infrastrukturminister“ soll Unternehmensziele kommunizieren
Emerald Horizon AG, Karl-Huber-Gasse 15, lautet das Ziel. Allzu oft nahm er den Weg noch nicht auf sich, startete er seinen neuen Job doch erst diese Woche. Im 2019 gegründeten Unternehmen von Geschäftsführer Florian Wagner und Forschungschef Mario Müller ist er als Vizepräsident für Kommunikation und Infrastruktur zuständig. „Interner Infrastrukturminister“ nennen ihn seine neuen Kollegen in der Chefetage.

Hybride Strom- und Wärmespeicher ...
In Graz-Liebenau werden hochtrabende Pläne gewälzt. Mit dem System „Dualstore Plus“ werden thermische und elektrische Energiespeicherung kombiniert. So sollen die Versorgungssicherheit erhöht, die Strompreise gesenkt und strukturschwache Weltregionen gefördert werden. Entwickelt werden modulare Einheiten in Containergröße, die auch installiert werden können, wo weit und breit kein konventionelles Kraftwerk steht.

Hofer mit seinen neuen Arbeitskollegen Philipp Pölzl (Mitgründer), Florian Wagner und Mario ...
Hofer mit seinen neuen Arbeitskollegen Philipp Pölzl (Mitgründer), Florian Wagner und Mario Müller (v.l.)(Bild: Jürgen Fuchs)

Industrie, Gewerbe, Energiegemeinschaften oder große Datencenter hat man als Abnehmer im Blick. Der hybride Speicher ist marktreif und kann laut Wagner ab April bestellt werden, auch ein Börsegang ist geplant.

... und „saubere“ Kernenergie
Phase zwei im Firmenkonzept dreht sich um Kernenergie-Generatoren ebenfalls in Größe eines Schiffscontainers, basierend auf dem leicht radioaktiven Erz Thorium. Entwickler Müller hat seinen Doktor am Schweizer Kernforschungszentrum CERN gemacht und bezeichnet sich als Gegner von Atomkraftwerken. Die in Graz verfolgte Technologie mit Neutronen aus dem Teilchenbeschleuniger könne aber neben der Erzeugung von „sauberer“ Energie auch die „innere Uhr“ von Atommüll zum Positiven verändern.

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Was hier passiert, ist eine Weltrevolution in Vorbereitung.

Ex-OeNB-Gouverneur Robert Holzmann

Überraschungsgast bei der Präsentation am Dienstag war Ex-Nationalbank-Chef Robert Holzmann. Er ist Investor bei Emerald Horizon und arbeitet „an der weltweiten Skalierung“ des Unternehmens, wie es heißt. „Was hier passiert, ist eine Weltrevolution in Vorbereitung“, ist der frühere Weltbanker überzeugt. Mit dem Konzept könne dem Welthunger der Kampf angesagt werden. Nun müsse man rasch in die Umsetzung gehen, „damit Graz und Österreich profitieren“.

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