Der Winter und vor allem dessen Finale sind nicht mehr der große Stabilitätsfaktor in der Tourismusbranche, warnt ein aktueller Markt- und Trendreport. Betriebe müssten strategische Entscheidungen fällen. Im März etwa sei der Ski-Fokus nur schwer zu vermitteln – ein „Risiko-Monat“.
Der neueste Markt- und Trendreport für die Hotellerie in Österreich des Tourismusberaters Prodinger macht klar: Der Winter setzt die heimischen Touristiker zunehmend unter Druck. Die aktuelle Saison begann zwar ungewöhnlich früh und läuft dynamisch, hohe Temperaturen sorgten jedoch für den erhöhten Einsatz von Beschneiungsanlagen. Die Kosten dafür sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen.
Der Winter ist für viele Regionen nicht mehr automatisch der wirtschaftliche Stabilitätsfaktor, der er lange war.
Thomas Reisenzahn, GF von Prodinger
Veränderte Risikobewertung
Die Planungssicherheit wird zunehmend zum Risikofaktor vieler Regionen, wie Thomas Reisenzahn, GF von Prodinger, erklärt: „Der Winter ist für viele Regionen nicht mehr automatisch der wirtschaftliche Stabilitätsfaktor, der er lange war. Diese veränderte Risikobewertung fließt immer stärker in Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen ein.“
Schwankungen zwischen Jänner und April
Auch die Zahl der Nächtigungen zwischen Jänner und April schwankt und zeigt eine deutliche Trendwende in Tirol: Während der Jänner und Februar zumeist auf konstantem Niveau blieben, ist der März im Sinkflug. „Der März entwickelt sich zunehmend zum Problemmonat. Selbst bei oft sehr guten Schneebedingungen gelingt es vielen Betrieben nicht mehr, ein überzeugendes Wintererlebnis zu vermitteln“, heißt es im Report.
Grund dafür sind oftmals auch die damit verbundenen (Personal-)Kosten. Betriebe müssten sich neu positionieren: „Entweder durch eine deutlich stärkere Vermarktung des März – und in höheren Lagen auch des Aprils – als bewusste Wintersportmonate oder durch eine strategische Erweiterung des Angebots über den klassischen Skifokus hinaus.“
Das Positive zum Schluss: Die Nachfrage ist stabil, die Zahlungsbereitschaft der Gäste bleibt erhalten.
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