15.01.2020 07:51 |

Grüne gelassen

Höchstspannungsleitung kommt auch nach Kärnten

Der Streit um den Ausbau der 380-kV-Stromleitung, die künftig auch durch Kärnten führen soll, hat eine neue Eskalationsstufe erreicht: In Salzburg haben sich am Dienstag Leitungsgegner sogar an Bäume gebunden, um den Bau der Masten zu verhindern. In Kärnten soll in zwei Jahren mit dem Projekt begonnen werden.

Der Stromnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG) will das Höchstspannungsnetz ausbauen und den 380-kV-Ring schließen, um das heimische Netz besser abzusichern und Wind- und Sonnenstromanlagen im Osten besser mit Speicherkraftwerken im Zentralalpenraum zu verbinden. Nach jahrelangem Widerstand der Anrainer haben sich Leitungsgegner in Bad Vigaun (Sbg) nun sogar an Bäume gekettet. Das Mega-Projekt dürfte sich somit weiter verzögern.

Als nächstes will die APG die letzte Lücke zwischen Lienz und Obersielach (Völkermarkt) schließen. Derzeit werden Leitungsvarianten geprüft, heißt es bei der APG. Der Zeitplan für das Großprojekt in Kärnten: 2022 bis 2025.

Anders als in Salzburg, gilt das Mega-Projekt im Süden sogar bei den naturverbundenen Grünen als notwendig. „Sicher ist es nicht schön, wenn Leitungen herumhängen. Die Anbindung ist für den Wirtschaftsstandort aber sicher wichtig“, so Grünen-Landessprecherin und Nationalrätin Olga Voglauer.

Nach der Abwahl in die Bedeutungslosigkeit arbeitet die Öko-Partei jetzt an ihrem Comeback in Kärnten: „Wir sind mitten im Neuaufstellungsprozess.“ Dabei helfen soll der neuen Regierungspartei ihr Netzwerk in Wien, durch das der Süden stärker von Fotovoltaik- und Öffi-Ausbau. profitieren soll.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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