12.12.2019 10:36 |

Keine Angst vorm „Ex“

FPÖ-Spott über Strache: „Bündnis Zukunft Ibiza“

Offenbar bereitet der FPÖ das am Donnerstag fixierte Comeback von ihrem Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache in Wien kein besonders großes Kopfzerbrechen. Auf Twitter wird der Ex-Vizekanzler von den Freiheitlichen lediglich mit Spott überhäuft. Von „Bündnis Zukunft Ibiza“ bis hin zu „Macht Strache jetzt den Haider?“ ist dort zu lesen. 

Scheinbar erleichtert reagiert Norbert Hofer: „Bündnis Zukunft Ibiza hat sich gegründet und wird auch die volle Verantwortung für die Ereignisse im Nachfeld zu schultern haben. Damit endlich klarer Trennstrich. FPÖ hat Rucksack abgelegt“, schreibt der FPÖ-Chef auf Twitter. Gleichzeitig kündigt er für 16 Uhr eine Pressekonfernez an. 

Ex-FPÖ-Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein bezeichnet das Comeback Straches als „2005 reloaded“. Damit bezieht er sich auf die damalige Abspaltung Jörg Haiders von der FPÖ und der gleichzeitigen Gründung des BZÖ. 

„Schwerer Strategiefehler“
Auch Heimo Lepuschitz, verantwortlich für die FPÖ-Regierungskommunikation während Türkis-Blau, kritisiert Strache scharf: „Schwerer Strategiefehler. Nerven verloren“, schreibt er auf Twitter. Ihm zufolge hätte der Ex-FPÖ-Chef den drohenden Ausschluss aus der Partei abwarten müssen. „Jetzt sind sie die schuldigen Spalter. Beginnt wie BZÖ“, so Lepuschitz weiter. 

Drei ausgetretene Mandatare gründen „Die Allianz für Österreich“
Wie der frühere Präsident der Freiheitlichen Wirtschaft Wien, Karl Baron, am Donnerstagvormittag im Rahmen einer Pressekonferenz ankündigte, wird er mit zwei weiteren Mandataren die FPÖ verlassen und mit ihnen einen eigenen Klub im Gemeinderat gründen. Die Partei werde „Die Allianz für Österreich“ (DAÖ) heißen.

Vilimsky: „Und tschüss“
„DAÖ? Klingt etwas nach politischer Diarrhö. Die drei Abtrünnigen fielen bislang schon nicht wirklich auf und werden bald wieder in der Versenkung eines politischen Buchstabensalates von LIF, BZÖ, TS, FPS und Co. verschwinden. Und tschüss“, schreibt FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky spöttisch über die neue Bewegung. 

Franz Hollauf
Franz Hollauf
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