Trotz Geständnis:

Brand in Linzer Disco bleibt weiter ungeklärt

Trotz des Geständnisses des Angeklagten blieben die Hintergründe eines Disco-Brandes im April in Linz auch im Prozess im Dunklen. Der Serbe gab zu, dass er damals Schmiere gestanden sei. Er habe aber nicht gewusst, dass sein Cousin ein Feuer legt. Das reichte nur für die Verurteilung als Beitragstäter: vier Jahre Haft.

„Es gab keine Absprache und keinen Tatplan“, sagt Verteidiger Manfred Arthofer. „Der Plan meines Mandanten war es nie, das Imperio anzuzünden.“ In der Nacht des 5. April sei der 36-Jährige mit seinem Cousin zur Disco gefahren, um „ihm bei etwas zu helfen“. Etwas Illegales, das sei klar gewesen. Er habe an einen Einbruch gedacht, nicht an eine Brandstiftung, erklärt der Angeklagte, der bei dem Feuer schwer verletzt wurde.

Grimm-Märchen
Der Staatsanwalt tut dies als „besseres Grimm-Märchen“ ab, geht von einer Auftragstat mit Hintermännern am Balkan aus und glaubt auch nicht an den Cousin als Mittäter. Die Anklage spricht von einem anderen flüchtigen Komplizen. Der soll in der Disco eine brennbare Flüssigkeit verschüttet und angezündet haben. Für den angeklagten Schaden von 1,170.000 Euro fehlen Verteidiger Arthofer aber Gutachten. Sein Mandant wurde zu 105.000 Euro Schadenersatz verurteilt.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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Sonntag, 23. Februar 2020
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