04.12.2019 07:03 |

Umfrage enthüllt:

Jeder Zweite findet Grundwehrdienst zu kurz

Mehr als jeder zweite Österreicher findet, dass der Grundwehrdienst zu kurz sei - das hat das Verteidigungsministerium in einer Umfrage herausgefunden. 1500 Menschen wurden befragt, demnach haben drei Viertel der Bevölkerung generell eine positive Grundhaltung zum Bundesheer.

Ob das die Präsenzdiener ebenfalls so sehen wie die Hälfte der österreichischen Bevölkerung? Aus einer Umfrage des market-Instituts im November ging hervor, das 58 Prozent der Österreicher meinen, der Grundwehrdienst könnte getrost länger sein. Damit sieht eine Mehrheit das Thema ähnlich wie der jetzige Verteidigungsminister Thomas Starlinger und sein Vorgänger von der FPÖ, Mario Kunasek, die sich eine Dauer von acht Monaten mit verpflichtenden Milizübungen wünschen.

Auch die Mehrheit der Österreicher würde sich wünschen, dass Grundwehrdiener nach dem sechsmonatigen Grundwehrdienst weitere Milizübungen in der Dauer von zwei Monaten ableisten. Im Vergleich zu einer Erhebung im Juli 2019 bedeutet das einen Anstieg, damals waren nur 52 Prozent dieser Meinung.

Ganze 73 Prozent sind grundsätzlich der Ansicht, dass das Bundesheer angesichts aktueller Bedrohungen besser auf seine vielfältigen Aufgaben vorbereitet werden sollte. Hinsichtlich der konkreten Maßnahmen betrachten fast drei von vier Österreichern eine vertiefte Ausbildung der Wehrdiener (71 Prozent) und eine Verbesserung der Materialausstattung (70 Prozent) als wichtig.

Mehrheit wünscht sich mehr Geld für das Bundesheer
Ein nahezu ebenso großer Anteil der Bevölkerung (69 Prozent) sieht die Vorbereitung des Bundesheeres auf Cyberangriffe und das Vorantreiben der Digitalisierung als wesentlich. Eine klare Mehrheit von 63 Prozent spricht sich zudem für eine Bereitstellung von mehr Budgetmitteln für das Heer aus. Dies entspricht einer leichten Erhöhung im Vergleich zu Juli 2019.

Abgefragt wurden auch die Ängste der Bevölkerung. Am meisten fühlen sich die Österreicher demnach von den negativen Auswirkungen des Klimawandels bedroht (56 Prozent). 50 Prozent befürchten persönlich die Auswirkungen eines Blackouts oder einer Massenmigration (47 Prozent).

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