Streit entzweit

Gastpatienten aus Wien werden in Krems behandelt

Niederösterreich
28.02.2026 18:30

Der Streit um niederösterreichische Gastpatienten in Wien sorgt erneut für Wirbel. Es geht um die Suche nach 500 Millionen Euro. Die Behandlung von Wienern in Niederösterreich läuft indes völlig uneingeschränkt.

Ob da noch das passende Rezept für einen Durchbruch gefunden wird? Nachdem Wiens SPÖ-Stadtrat Peter Hacker, Gastpatienten aus Niederösterreich bei planbaren Operationen nach hinten reihen will, tobt ein Streit zwischen den beiden Bundesländern. Für die Niederösterreicher sind Hackers Forderungen eine bittere Pille.

Niederösterreich verzichtet ja nach eigenen Angaben zugunsten Wiens pro Jahr auf 500 Millionen Euro, um die Betreuung von Patienten in der Bundeshauptstadt abzugelten. Hacker meinte nun dazu: „Ich suche ganz verzweifelt die Überweisung. Wir haben sie noch nicht gefunden.“

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Medizinische Versorgung darf keine Frage der Postleitzahl sein. In Niederösterreichs Spitälern fragen wir nicht nach dem Meldezettel!

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

Das ließ anscheinend den Blutdruck von ÖVP-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner in die Höhe schnellen. „Wissen Sie eigentlich, wie Ihr Gesundheitssystem finanziert wird, Herr Hacker? Wer Überweisungsscheine sucht, hat den Finanzausgleich nicht verstanden. Ertragsanteile, dort ist das Geld nämlich zu finden, versickern anscheinend im ineffizienten Wiener System“, kritisiert der Politiker aus Niederösterreich. Für Hacker bleiben die 500 Millionen Euro aber weiterhin eine reine „Phantasiezahl“.

Eine neue Zahl präsentierte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei einem Besuch im Klinikum Krems: Im vergangenen Jahr wurden alleine in diesem Spital 520 stationäre Patienten aus Wien behandelt, zusätzlich gab es 2155 ambulante Kontakte von Wienern. „Medizinische Versorgung darf keine Frage der Postleitzahl sein. In Niederösterreichs Spitälern fragen wir nicht nach dem Meldezettel, sondern wie wir helfen können. Und wir werden nicht lockerlassen, bis das auch in Wien wieder selbstverständlich ist“, so Mikl-Leitner.

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