02.12.2019 08:37 |

Fast zu Tode gekokst

EAV-Star Spitzer: Schockierende Drogenbeichte

Drei Monate nach dem Aus der Kult-Band EAV hat Thomas Spitzer nun erstmals über seine Drogen-Vergangenheit gesprochen - und schockt seine Fans mit dem Geständnis, er habe sich in den 1990er-Jahren beinahe zu Tode gekokst. 

Zum Abschied der EAV bringt die Band jetzt die Biografie „1000 Jahre EAV Live“ auf den Markt, die vom früheren Produzenten David Bronner geschrieben wurde. Darin schildert dieser Spitzers Drogen-Vergangenheit: „Thomas schien am produktivsten zu sein, wenn er nach einer Phase des Ausnüchterns wieder vorsichtig mit dem Koksen begann. Niemand wusste das besser als er selbst - und genau das war die Versuchung, der er nie auf Dauer widerstehen konnte.“

„Ein paar weitere Tage und sein Herz hätte nicht mehr mitgespielt“
Die ganze Band habe Koks genommen, heißt es. Doch Spitzer habe seine Drogensucht fast mit dem Leben bezahlt. „Thomas war am Ende. Ein paar weitere Tage und sein Herz hätte nicht mehr mitgespielt“, ist in der Biografie zu lesen. Ein Kapitel, auf das der heute 66-Jährige rückblickend nicht wirklich stolz ist, wie er gegenüber der „Bild“-Zeitung zugab.

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Man kann manche Fehler erst erkennen, wenn man sie begangen hat. Ich habe leider fast keinen ausgelassen.

Thomas Spitzer

Erst als Klaus Eberhartinger seinen Band-Kollegen 1994 in ein Sanatorium geschickt habe, sei er aufgewacht. „Dort hat mich der Arzt vor die Wahl gestellt: ,Wollen Sie dieses Jahr noch überleben oder nicht? Wenn ja, dann müssen Sie Ihren Drogenkonsum sofort beenden‘“, erinnerte sich Spitzer, der im März dieses Jahres mit 65 noch einmal Vater wurde, zurück. Ein Weckruf: „Ich habe dort tatsächlich meine letzten zwei Gramm ins Klo gespült!“

Am 14. September 2019 gab die EAV in der Wiener Stadthalle ihr allerletztes Konzert. „Was im Augenblick befreiend erscheint, kann mit Abstand gesehen auch zu Entzugserscheinungen führen“, gab Spitzer zu, dass der Abschied nach mehr als 40 Jahren auch seine dunklen Seiten haben kann. „Der fulminante Applaus des Abschiedskonzerts wird noch lange im Ohr bleiben. Es stimmt auch wehmütig.“

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