16.06.2010 16:48 |

Mega-Betrugsfall

Wolfgang Auer von Welsbach: "Ich bin unschuldig!"

Der Gerichtsgutachter Fritz Kleiner wirft Wolfgang Auer von Welsbach vor, mit AvW-Genussscheinen ein betrügerisches Perpetuum mobile aufgebaut zu haben. Doch der 53-Jährige wehrt sich: "Er glaubt, vieles oder sogar alles widerlegen zu können", so Anwalt Franz Großmann zur "Krone". "Er fühlt sich unschuldig."

Offenbar liegt von Auer von Welsbach derzeit noch kein Geständnis vor. Im Gegenteil: Verteidiger Franz Großmann signalisiert die Kampfbereitschaft seines Mandanten. "Wir sind immer noch in der Phase, in der das Gerichtsgutachten von uns Punkt für Punkt aufgearbeitet wird. Auer von Welsbach will ja alle Vorwürfe widerlegen."

Beweislage momentan erdrückend
Der Krumpendorfer sitzt seit 23. April in Untersuchungshaft in Klagenfurt. Bei den zwei bisherigen Haftverhandlungen wurde der Gefängnisaufenthalt jeweils verlängert. "Enthaftungsanträge haben derzeit auch wenig Sinn", sieht Anwalt Großmann ein. Schließlich ist die Beweislage momentan noch erdrückend.

Der Experte Kleiner sieht in dem Finanzdienstleistungsunternehmen mit eigenen Genussscheinen einen Mega-Betrugsfall. Die Kurse seien hausgemacht; Auer habe mehr oder weniger getan, was er wollte, um die Anleger mit fingierten Renditen bei Laune zu halten. Der Schaden liege bei Hunderten Millionen, die Opferzahl bei 12.500.   Der Konkurs von AvW sei einer der größten in der Kärntner Wirtschaftsgeschichte.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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